Bei fast allen 1800 Ausstellern der Messe in Düsseldorf liefen die Geschäfte sehr gut. Und mit 247.000 Besuchern lockte die boot 2016 knapp 7000 Besucher mehr an als noch im vergangenen Jahr. Damit hat der Abwärtstrend bei den Besucherzahlen ein Ende. "Die Kaufkraft ist wieder da", sagte Margit Bursinski aus der Geschäftsleitung von Yachtversicherer Pantaenius und zeigte sich mit dem Ergebnis der Messe sehr zufrieden.

Der Andrang war groß bei der boot 2016 in Düsseldorf.

Der Andrang war groß bei der boot 2016 in Düsseldorf.



 

Schon beim Gang durch die Hallen ließ sich die positive Entwicklung ahnen: Ein Tag war bei weitem nicht ausreichend, um sich in der Fülle der Yachten und Ausrüstungsgegenstände einen vollständigen Überblick zu verschaffen. Besonders erfreulich war dies in den Hallen mit Segelyachten. Hier gab es so viele Neuheiten wie schon lange nicht mehr. Schienen auf den ersten Blick große Yachten jenseits der 50 Fuß zu dominieren, so gab es auch viele Kleinkreuzer und Jollen zu entdecken. Markus Johannsen, der mit der Maxus 24 Evo auf der Messe war, freute sich über das Interesse für trailerbare Boote: "Die Besucher zeigten aber nicht nur reges Interesse, sondern viele hatten auch Kaufabsichten."

Viele Aussteller freuten sich auch in diesem Jahr wieder über ein sehr gut informiertes Publikum. Die Besucher fragten gezielt nach bestimmten Produkten und kauften dann auch. Thomas Zeller vom Yachtfarbenhersteller International fasste es zusammen: "Wir sind froh, dass wir hier waren. Es war eine richtig gute Messe."

Viel Bekanntes aber auch  zahlreiche Neuheiten wurden in den Hallen präsentiert.

Viel Bekanntes aber auch zahlreiche Neuheiten wurden in den Hallen präsentiert.



Weitere Stimmen von Ausstellern:
Benoit Lebizay, Geschäftsführer der Grand-Large-Gruppe (Outremer, Allures und Garcia):"Wir sind sehr sehr glücklich mit der Messe. Das Besucherqualität war enorm hoch."

Andrea Barbera, Geschäftsführerin der zum Tui-Konzern gehörenden Charteragentur Master Yachting:"Wir hatten bei uns am Stand weniger Besucher als in den Vorjahren, und auch die Umsätze dürften nur knapp über dem Vorjahresniveau liegen. Das ist zu einem großen Teil natürlich der politischen Lage in der Türkei geschuldet. Die Charterkunden wandern in Massen ab ins westliche Mittelmeer. Italien etwa erlebt derzeit einen Boom."

Alexander Knuth, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit bei der Istec AG (Parasailor):"Unsere schon per se sehr hohen Erwartungen sind bei weitem übertroffen worden. Das Messegeschäft lief noch besser als im Vorjahr. Wir sind überaus glücklich mit der boot!"

Thomas Gibson, Firmenich Yachtversicherungen: "Die Messe war top, wir hatten hier Besucher aus allen Teilen Deutschlands, und die Geschäfte liefen besser als 2015. Bootsversicherungen sind für Laien ja nicht ganz unkompliziert zu verstehen, demzufolge hatten wir viele aufklärungsbedürftige Kunden am Stand. Generell ist unser Markt derzeit erfreulicherweise stark in Bewegung, viele neue Trends zeichnen sich ab. Das hat man hier in Düsseldorf sehr gemerkt."

Dirk Kadach, Yacht- und Charterzentrum Heiligenhafen: "Die Besucherzahlen waren besser als im vergangenen Jahr, vor allem das Neukundengeschäft lief gut. Das lag auch daran, dass viele Charterer wegen der Flüchtlingsproblematik nicht mehr nach Griechenland oder in die Türkei möchten, aber trotzdem im Mittelmeer segeln. Da bieten wir mit unseren Stützpunkten auf Mallorca und in Kroatien Alternativen."

Lothar Fichtner, Werftchef LA-Yachts,hat auf der boot die markante LA 28 mit ihren gerundeten Seitendecks ausgestellt: "Für uns war es die erste boot Düsseldorf. Ich war beeindruckt von der Internationalität, Kunden aus Kanada, den USA, Frankreich, Schweden oder Finnland waren am Stand, ebenso die komplette internationale Presse. Das Kundenfeedback hat uns darin bestätigt, mit unseren traditionell in Holz gebauten, aber modern ausgelegten Booten auf dem richtigen Kurs zu sein, auch wenn sie ein Nischenprodukt bleiben werden. Drei bis fünf Schiffe pro Jahr halte ich für realistisch. Auch war das Interesse an einer Version der LA 28 mit variablem Tiefgang sehr hoch, für flache und Tidenreviere, sodass wir jetzt eine Schwenkkielversion umsetzen werden."

Charly Fehrnbach, Marketing und Vertrieb Pogo Structures: "Das Geschäft läuft fantastisch, eigentlich schon zu gut. Wir sind auf zwei Jahre ausverkauft. Das ist einerseits schön, andererseits würden wir gern schneller liefern und die Wartezeiten für die Eigner verringern. Aber wir finden derzeit nicht genug versierte Bootsbauer und Laminierer am Arbeitsmarkt."

Jens Gerhardt, CEO von Hanseyachts:"Für uns war Düsseldorf eine ausgesprochen gelungene Messe. Sie von Anfang bis Ende gut besucht. Verkäufe waren auf Vorjahresniveau. Insbesondere rund um 45 Fuß waren Boote gefragt; sowohl bei Motor, als auch bei Segelbooten. Diese Größe scheint das das neue Mittelmaß zu werden. Es muss aber erwähnt werden, dass Düsseldorf viel gewichtiger ist, als an den direkt Abverkäufen ablesbar. Wir haben viel Besuch verzeichnen können und neue Kontakte geknüpft, selbst von Übersee bis hin zu Australien. Wir rechnen damit dass die Skipper nun nach dem "Schaufenster"-Bummel in Düsseldorf im Sommer beim Segeln von der neuen Hanse träumen und sie dann im Herbst bestellen, weil Düsseldorf tendenziell ja schon recht spät in der Saison liegt, um noch pünktlich zu liefern, insbesondere wenn noch ein größerer Transportweg dazu kommt."

Thorben Will, Head of Marketing bei Bavaria Yachts: "Wir sind mit dem Messeergebnis sehr zufrieden. Das neue Konzept der BAVARIA WORLD in der Halle 17 hat sich ausgezahlt. Gestern Abend um 18.30 Uhr haben wir das 120. Boot verkauft, unsere Erwartungen damit mehr als erfüllt! Düsseldorf entwickelt sich für BAVARIA immer mehr zu der internationalen Leitmesse, die Käufer kommen aus allen Ländern der Welt. Wir schauen jetzt sehr zuversichtlich auf die kommenden Wochen und erwarten im Messenachgeschäft noch einige Verkäufe."

 

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung der  AYacht logo, Europas größtem Segelmagazin

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