Es ist kaum mehr als zwei Jahre her, als sich unter dem Firmennamen Bali Catamarans eine neue Marke ankündigte. Schlag auf Schlag hat die zur Catana Group von Oliver Poncin gehörende Werft gleich drei neue Modelle für die Märkte der kleinen und mittelgroßen Fahrtenkatamarane vorgestellt. Von den Typen Bali 4.0, Bali 4.3 und Bali 4.5 haben die Mehrrumpfspezialisten in Canet-en-Roussillon an der französischen Mittelmeerküste in kürzester Zeit immerhin mehr als 100 Einheiten gebaut und verkauft. Damit kann Bali bereits in einem Zug mit den großen Namen der Branche wie Lagoon, Fountaine Pajot, Nautitech oder Leopard genannt werden.

Bali 5.2

Bali 5.2



Nicht ganz unerwartet gibt Bali Catamarans jetzt den weiteren Linienausbau nach oben bekannt und verkündet zwei neue und größere Modelle, den Bali 5.2 und den Bali 5.8. Dabei will die Werft weiterhin an der typischen Marken-DNA festhalten. Die Besonderheit des Konzepts ist der komplett zusammenhängend gebaute Rumpf. Dabei wird die Plattform, also der Bereich zwischen den Rümpfen bis ganz nach vorn zu den Bugen, durchlaminiert. Anders als bei den meisten Fahrtenkatamaranen üblich gibt es am Vorschiff also kein Trampolin, dafür mehr feste Flächen für ein zusätzliches Cockpit und Liegeflächen zum Sonnenbaden. Durch die ungewöhnliche Bauweise gelten die Strukturen der Kats von Bali überdies als ungewöhnlich steif.

Bali 5.8

Bali 5.8



Ebenso baut das Konzept von Bali auf das sogenannte "Open"-Arrangement. Das heißt: Der Salon und das Außencockpit sind als funktionale Einheit zusammengebaut. Dafür lässt sich der Außenbereich achtern mit festen oder flexiblen Fensterteilen ganz oder auch nur teilweise schließen, ähnlich einem Wintergarten. Beim neuen Flaggschiff, dem Bali 5.8, kann der Kunde zusätzlich zum "Open"-Konzept ein eher herkömmliches Layout bestellen, bei dem der eigentliche Salon größer und das Außencockpit achtern kleiner ausfällt. In diesen Fall sind die beiden Bereiche auch eher separierbar.

Layout Bali 5.2

Layout Bali 5.2



Die beiden neuen Balis kommen mit einer sehr großzügig angelegten Flybridge mit Steuerstand und zusätzlichen Sitzgruppen und Liegeflächen auf der oberen Etage. Die Schoten, Fallen und Trimmleinen werden direkt dorthin umgelenkt. So kann der Steuermann auf erhöhter Position das Schiff auch allein führen. Und wie alle Typen von Bali werden auch die größeren Modelle schon ab Werft mit einer Selbstwendefock ausgestattet.

Beide neuen Schiffe können unter Deck mit wahlweise vier, fünf oder sechs Doppelkabinen ausgebaut werden, jeweils mit eigenem Toilettenraum und abgetrenntem Duschbereich. Beim größeren Boot st es möglich, in der Vorpiek von jedem Rumpf noch eine zusätzliche Kabine für den Skipper einzupassen. Eine weitere Besonderheit der neuen Balis: Die beiden Achterkabinen werden direkt durch einen eigenen Niedergang aus dem hinteren Außencockpit aus erreichbar sein.

Layout Bali 5.8

Layout Bali 5.8



Die Bali-Händler von Blue Yachting in Bremen nennen für die Standardversion des Bali 5.2 einen Einführungspreis von 796.110 Euro. An den Preisen für das Flaggschiff Bali 5.8 wird derzeit noch gearbeitet.

Technische Daten Bali 5.2 & 5.8
Konzeption: Oliver Poncin
Konstrukteur: Xavier Faÿ
Interieur Design: Hervé Couedel
Lüa (Länge der Rümpfe): 15,99 m, 17,50 m
LWL (Länge Wasserlinie): 15,54 m, 16,80 m
Breite: 8,30 m 8,94 m
Tiefgang: 1,45 m, 1,48 m
Gewicht (leer): 19,5 t, 24,5 t
Großsegel: 88,0 qm, 101,0 qm
Selbstwendefock 54,0 qm, 63,0 qm
Kapazität Frischwasser: 1200 l, 1600 l
Kapazität Kraftstoff: 1200 l, 1600 l
Motorisierung: 2 x 55 PS, 2 x 75 PS
CE-Entwurfskategorie: A (jeweils)

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Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung der AYacht logo Europas größtem Segelmagazin

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