Dufour 63 Exclusive

Enthüllung des neuen Flaggschiffs von Dufour. Foto: boats.com/Loibner



In der Größe der Yachten, so kann man nach der eben beendeten Messe in Düsseldorf guten Gewissens behaupten, liegt auch das große Geschäft. Dies lässt sich aus der Tatsache ableiten, dass viele namhafte Segelyachthersteller Boote mit einer Länge von 19 Metern oder mehr präsentierten, alle neueren Datums. Die neueste davon war die Dufour Exclusive 63, die am Stand der Werft in einer feierlichen Zeremonie unter Beisein von Werftchef Salvatore Serio und Konstrukteur Umberto Felci erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Während so große Ware nur einer kleinen Käuferschicht vorbehalten bleibt, Leuten etwa, die nicht nur die Mittel zur Anschaffung haben, sondern solche blauwassertauglichen Yachten auch entsprechend nutzen können, gehören Schiffe dieser Größenordnung mittlerweile auf allen großen Bootsmessen zum gewohnten Erscheinungsbild. Hat man sich erst mit den üppigen Ausmaßen angefreundet, entdeckt man auf dem Rundgang an Bord viele Nuancen in Design und Ausstattung, die davon zeugen, wie Werften von Bavaria bis Oyster oder X-Yachts ihre Produkte am Markt positionieren.

Vor zahlreich erschienenem Publikum wird die Dufour 63 Exclusive feierlich enthüllt. Foto: boats.com/Loibner

Werftchef Serio und Konstrukteur Felci (r.) sprechen bei der Premiere über die neue Yacht . Foto: boats.com/Loibner



Interessant auf Dufours neuem Flaggschiff sind die nach innen vertieften "Wangen" der Bordwände, in die die Rumpffenster eingelassen sind, wodurch der Rumpf selbst weniger massiv erscheint. Mit dem Targabügel über dem Cockpit gibt's eine markante Ähnlichkeit mit der Beneteau Oceanis Yacht 62 und der Hanse 675. Konstrukteur Felci, der beim Rundgang von einer zweijährigen Entwicklungsarbeit dieser Yacht erzählte, schreibt diesem Ausrüstungsdetail große Bedeutung zu. Nicht nur, weil damit die Großschot aus dem Cockpit verbannt wurde, sondern weil daran auch ein fester Bimini als Schattenspender angebracht werden kann. Doch das ist längst nicht alles. "Wir haben uns dabei auch ein wenig an Motoryachten orientiert, auf denen das Cockpit zum erweiterten Lebensraum wird", sagte Felci. Auf der Exclusive 63 soll mit zusätzlichen Kunststoffbügeln eine Art großformatige Kuchenbude machbar sein.

Selbstwendefock auf der Dufour 63 Exclusive Foto: boats.com/Loibner

Selbstwendefock auf der Dufour Exclusive 63 Foto: boats.com/Loibner



Clever auch die elektrohydraulische Gangway am Heck, zu dem aus dem Cockpit (wie auch auf der großen Beneteau), je ein Treppenabgang an Backbord und Steuerbord auf die klappbare Badeplattform führen. Unter dem Cockpit ist dabei auch Platz für eine Dingigarage, auf Yachten dieser Größe mittlerweile ein Standard. Neu bei Dufour ist der Loungebereich am flachen Vordeck, auf dem wahlweise zwei aufklappbare Liegesessel installiert werden können. Wie auch bei den anderen großen Yachten ist das Cockpit klar in Arbeits- und Gästebereich geteilt, wobei auch eine große Sonnenliege im Heckbereich über der Cockpitgalley zum komfortable Sonnenbad vor Anker einladen. Das Boot ist mit 175 Quadratmetern Am-Wind-Segelfläche (mit Selbstwendefock) ausgestattet und trägt einen bis 250 Quadratmeter großen Gennaker, der am Bugspriet angeschlagen wird.

Konstrikteur Umberto Felci im Salon der neuen Dufour 63 Exclusive. Foto: boats.com/Loibner

Konstrukteur Umberto Felci im Salon der neuen Dufour Exclusive 63. Foto: boats.com/Loibner



Unter Deck hat Dufour vier verschiedenen Grundrisse bereit, mit großer Eignerkajüte und zwei Bädern im Heck, einer oder zwei Kajüten im Bug, jeweils mit eigenen Bad. Optional gibt es auch eine Crewunterkunft im Bug oder eine sogenannte Pullmannkabine mittschiffs an Steuerbord. Der Salon liegt dabei höher als die sehr seegerecht ausgelegte Bordküche, die an Backbord installiert ist und in der, je nach Layout, auch Platz für einen großen Kühlschrank sein kann. Das vielleicht auffälligste Merkmal beim ersten Betreten des Salons sind jedoch die gewölbten Fenster an der Vorderseite des Kajütaufbaus, die für Sicht nach vorne und viel Naturlicht im Innenraum sorgen.

Der Grundpreis der Dufour Exclusive 63 liegt etwas über einer Million Euro, das ausgestellte Boot war mit ca. 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

 

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