Aber der nur 6 Meter lange Motorsegler (den wir schon vorstellten) aus Spanien kann auch noch einiges mehr. Andres Cardeñas, der ehemals u.a. auch Bavaria leitete, zeigte in Düsseldorf einen Prototypen einer kleinen multi-funktionalen Traileryacht, die sowohl als Segelboot als auch als Motorboot eingesetzt werden kann. Es ist eine moderne Weiterentwicklung der amerikanischen MacGregor 26, die dieses Konzept in den 1980er-Jahren popularisierte.

Nuva MS 6 mit ausgefahrenem Achtercockpit Foto: boats.com/Loibner

Nuva MS 6 mit ausgefahrenem Achtercockpit. Foto: boats.com/Loibner



Die MS6 hat nicht nur eine Schlupfkajüte für zwei und Platz für eine Chemietoilette, sondern auch ein Kohlefaserrigg und 31 Quadratmeter Segelfläche. Der Hubkiel wird hydraulisch bedient und hat eine flache Bombe, die vollkommen im Rumpfboden verschwindet. Das Kassettenruder ist vollständig entfernbar, denn wenn der Wind auslässt, darf der Außenborder ran. Der hat offiziell bis zu 70 PS und beschleunigt das anderthalb Tonnen schwere Boot auf ca. 14 Knoten Marschfahrt.

Der Clou, der in Düsseldorf die Besucher verdutzte und der ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Bootsgröße darstellt, ist das Verbreitern des Achtercockpits auf 3,50 Meter, was einer 30-Fuß Yacht entspräche. Es ist zwar nur eine Option, doch damit lässt sich der Platz in eine überdimensionale Sonnenliege verwandeln oder in eine Dinette für gut vier Personen.

Alles per Knopfdruck: Kielrauf, Cockpit raus. Foto: boats.com/Loibner

Alles per Knopfdruck: Kiel rauf, Cockpit raus. Foto: boats.com/Loibner



Cardeñas lässt die MS 6 in Barcelona produzieren und will mit dem Konzept auch größer werden. Wie groß, verrät ein Poster am Messestand, der die Nuva MS 12 ankündigt und ein kleines wendiges Motorboot, das auf dem rumpf dwer MS6 aufbaut.

Adres Cardeñas mit der Zukunftsvision des Nuva-Konzepts. Foto: boats.com/Loibner

Andres Cardeñas mit der Zukunftsvision des Nuva-Konzepts. Foto: boats.com/Loibner



 

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