Oyster war vor einiger Zeit durch den Kielverlust einer seiner Yachten in die Schlagzeilen geraten, doch die Werft hat die Sache hinter sich gebracht und will nun mit einer neuen Modellreihe wieder positive Tatsachen schaffen. Deshalb kam die englische Nobelwerft heuer mit der Oyster 675 nach Düsseldorf, die den Auftakt zu der neuen Bauserie gibt, der bald auch die 565 und die 595 hinzugefügt werden sollen.

Kronjuwel der Segelboot-Ausstellung: Oyster 675 in Düsseldorf.

Kronjuwel der Segelboot-Ausstellung: Oyster 675 in Düsseldorf.



Wie gewohnt stammt der Rumpf von Rob-Humphreys, der das Schiff mit Doppelruderanlage ausgestattet hat. Doch durch die gestreckten Fenster des Aufbaus wirkt die neue Oyster etwas athletischer, fast schon wie zum Sprung geduckt, beinahe wie ein sportliches Coupe auf der Straße. Wahlweise ist die 21 Meter lange 675 entweder mit einer starren Kielflosse und 2,95 Meter Tiefgang oder mit einem Kielschwert erhältlich, das abgesenkt zwar 4,48 Meter tief ins Wasser ragt, doch in hochgezogenem Zustand nur noch 1,90 Meter, womit sich auch seichtere Reviere erschließen.

Ebenfalls interessant ist die Option eines Yachthecks anstelle des standardmäßigen Schräghecks, wodurch das Schiff nicht nur ein neues Profil erhält, sondern auch im Heckbereich mehr bewirtschaftbare Decksfläche, die zum Beispiel für eine Sonnenliege oder als lauschiger Platz für den Sundowner genutzt werden kann. Darüber hinaus eröffnet diese Variante aber auch die Möglichkeit, eine Dingigarage zu installieren. Die soll auch dann noch möglich sein, wenn der Kunde ein Layout mit zwei Doppelkajüten achtern bestellt, die als Gästeunterkunft dienen. In dem Falle wandert die Eignersuite in den Bug, eine Novität bei Oyster. Daneben gibt es natürlich noch eine Reihe anderer Arrangements, die je nach Präferenz mit oder ohne Crewkajüte geordert werden können.

Gediegenes Ambiente auch für Gäste: Bugkajüte der Oyster 675. Foto: boats.com/Loibner

Gediegenes Ambiente auch für Gäste: Bugkajüte der Oyster 675. Foto: boats.com/Loibner



Die Verarbeitung und die Einpassung des von Marcus Wright entworfenen Interieurs entspricht den werftüblichen Standards, die höchste Ansprüche befriedigen müssen, wobei der Eigner selbstverständlich seine Vorlieben fürs Dekor einbringen kann. Helles Holz, wie auf dem ausgestellten Schiff, verleiht dem Salon eine helle und freundliche Atmosphäre, wobei das Licht nicht nur durch die Rundumverglasung des Kajütaufbaus und der Oberlichten ins Innere dringt, sondern auch durch die drei vertikalen Seascape-Rumpffenster, die nun als Option auch für die Achterkajüte(n) erhältlich sind.

Dass es Oyster bei der Neuen nicht nur bei der sportlichen Optik belässt, davon zeugen 230 Quadratmeter Am-Wind-Segelfläche mit einem 106-Prozent-Vorsegel und einem leicht ausgestellten Groß. Flotte Blauwasserpassagen sollten für die 675 also kein Hindernis sein, zumal es ja auch noch die diversen Raumwindsegel gibt, die am Bugspriet angeschlagen werden. Und wenn der Wind mal Pause hat, steht ein Volvo D4-180 Diesel bereit, der sich für seine 180 PS aus einem 1550-Liter-Tank den Brennstoff holt.

Oysters Auftragsbücher, so Werftchef David Tydeman, seien gut gefüllt. Seine Hoffnung ist es nun, mit der neuen Serie nicht nur eine zukunftsweisende Interpretation der Oyster-Philosophie entwickelt zu haben, sondern damit auch an die bisherigen Erfolge anzuschließen.

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