Die Brüder Dennis und Dean Hennevanger haben ja bekanntermaßen einen Hang zum Besonderen. Jetzt machen sich die umtriebigen und innovativen Yachtbauer in IJmuiden das schönste Weihnachtsgeschenk gleich selbst – mit der ersten öffentlichen Präsentation ihres jüngsten Projekts, Saffier SE 37 Lounge.

Wie beim Kat: Steuerstände am Hauptschott, Lounge dahinter

Wie beim Kat: Steuerstände am Hauptschott, Lounge dahinter



Es wird nicht nur das bisher größte, sondern auch das aufregendste Boot in der Firmengeschichte von Saffier Yachts werden. Als herausragende Besonderheit der Saffier SE 37 Lounge sind die beiden Steuerstände ganz am Kajütschott angebauten, das Außencockpit befindet sich dahinter. Das Layout hat in der Form noch Alleinstellungscharakter auf dem Markt. Bisher wagte sich noch niemand an eine solch spezielle Anordnung.

Alle Schoten, Fallen und Trimmleinen werden unter Deck in die beiden zentralen Arbeits- und Steuerbereiche geführt. So kann der Rudergänger sämtliche Funktionen direkt bedienen (elektrisch oder manuell) und braucht seinen Platz nicht zu verlassen. Auch wird es verschiedene Optionen auf zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten im Cockpit geben. So kann der ganze Außenbereich mit einem faltbaren Bimini überdacht und die Steuerstände mit einer Sprayhood geschützt werden. Ein aufklappbarer Cockpittisch lässt sich bei Nichtgebrauch im Plichtboden versenken und achtern steht eine große Liegefläche zum Sonnenbaden zur Verfügung.

Auf Wunsch auch mit Schwenkkiel erhältlich

Auf Wunsch auch mit Schwenkkiel erhältlich



Die Idee und die Konstruktionspläne kommen wie immer von Dennis und Dean Hennevanger. Dem Konzept nach ist das Boot ein reinrassiger Daysailer, allerdings auch mit einer ausgeprägt sportlichen Seiten. Dazu wird dem Boot ein hohes leistungsstarkes Aluminium-Rigg von Seldén angebaut und ein schlanker, effizienter T-Kiel angehängt. Für die Flosse sind zwei Varianten mit 1,70 oder 2,10 Meter Tiefgang vorgesehen. Und; erstmals überhaupt werden die Holländer jetzt auch ein Schiff in einer Variante mit Schwenkkiel anbieten. In dem Fall werden dem Boot auch zwei Ruderblätter angebaut. Trockenfallen im Tidengewässer soll damit problemlos ein.

Für noch mehr Potenzial wird das Schiff einen festen Bugspriet für Gennaker und Code Zero erhalten. Wahlweise wird man die Saffier SE 37 Lounge zudem entweder mit Selbstwendefock oder mit einer kurz überlappenden Genua (108 Prozent) ausstatten können.

Für eine weitere dicke Überraschung sorgt auch der geplante Innenausbau wobei die Hennevangers derzeit noch an den Details feilen. Vorgesehen ist eine großzügig gestaltet, aber offene Vorschiffkabine mit einem eigenen Toilettenbereich. Ungewöhnlicherweise ist im Salon eine lange, seitlich angebaute Pantryzeile geplant. Eine Sofakoje und eine Hundekoje auf der Backbordseite ergänzen das Wohnangebot unter Deck bis zu vier möglichen Schlafplätzen.

Auch innen anders.

Auch innen anders.



Rumpf und Deck werden als GFK Sandwichkonstruktion mit Schaukern gebaut. Zur Motorisierung wird ein 3-Zylinder Dieselmotor von Yanmar mit Saildrive eingebaut. Saffier Yachts in Holland baut derzeit am Prototyp und hofft bis zum Sommer 2017 erstmals damit segeln zu können. Auch nennt die Werft schon eine erste Preisansage: 249.900 Euro, inklusive Segel und 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Saffier Yachts wird das Projekt allen Interessierten im Januar auf der Messe boot in Düsseldorf vorstellen. Dazu haben die Holländer nebst den Renderings und Plänen auch eine spannend 3D-Präsentation mit im Gepäck. Die Werft ist in Halle 15 vertreten, Stand B 24.

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung der AYacht logo Europas größtem Segelmagazin

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