Kinder und Boote sind wie geschaffen füreinander, besonders wenn man dabei den Spaß dabei nicht zu kurz kommen lässt und einfache Sicherheitsregeln bedenkt. Das ist absolut kein Widerspruch, solange die Kommunikation stimmt und die jungen Fahrgäste in den Dialog eingebunden sind, bevor die Leinen losgemacht werden. Denn jeder muss wissen, was Sache ist. Lassen Sie dabei auch die Kinder zu Wort kommen, denn sie sollen sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Sie werden staunen, wie schnell die lernen. Wir haben deshalb den Spieß mal umgedreht und gefragt, welche Tipps Kinder den Erwachsenen geben würden, um ihre Erfahrung an Bord möglichst kurzweilig und interessant zu gestalten, ohne dabei die Grundregeln der Sicherheit zu vergessen. Viel Spaß!




Jung, aber mit Freude dabei: Kids geben Tipps, wie es an Bord Freude macht.

Jung, aber mit Freude dabei: Kids geben Tipps, wie es an Bord Freude macht.


1) Wir wollen komfortable Schwimmwesten: Diese klobigen orangen Dinger machen null Spaß.


2) Erklär uns die Spielregeln, bevor wir ablegen: Wir müssen mit beiden Füßen an Deck stehen, sollen uns nicht über die Reling lehnen.


3) Wir müssen an den Sonnenschutz erinnert werden: Hut, Kappe, Sonnencreme und regelmäßig Wasser trinken!


4) Warne uns vor zuklappenden Lukendeckeln: Die können kleine Finger und Zehen arg quetschen und stellen ein häufiges Verletzungsrisiko dar.


5) Lass uns Kinder mitmachen, wenn wir unterwegs sind: Wir wollen auch mal steuern, eine Schot trimmen, oder am Schluss das Deck mit Bürste und Schlauch waschen.


6) Bring etwas gegen Seekrankheit, das auch für Kinder geeignet ist: Übelkeit an Bord ist der größte Spaßverderber. Wir könnten Vitamin C oder Ingwertabletten kauen, Ginger Ale trinken, Pfefferminze riechen, Akupressur-Armbänder tragen und den Horizont nach anderen Booten absuchen.


7) Pack uns trockene Kleidung zum Umziehen ein: Wenn Kinder nass werden, fühlen sie die Kälte nämlich schneller und stärker als Erwachsene.


8) Zeige uns, wie man die Küstenwache über UKW-Funk verständigt: Auch wenn wir noch kein Funkzeugnis haben, könnte so ein Notruf im schlimmsten Fall Rettung bringen.




Klein und schon dabei. Kinder, die schon früh mit dem Leben und Treiben an Bord vertraut gemacht werden, legen schnell die Scheu ab.

Klein und schon dabei: Kinder, die schon früh mit dem Leben und Treiben an Bord vertraut gemacht werden, legen schnell die Scheu ab.


9) Erkläre uns Navigationsinstrumente wie Kompass, Seekarte und GPS: Früh übt sich, wer einmal gut werden möchte. Und wenn ich erst mal den Bootsführerschein habe, darf ich doch sicher dein Schiff borgen, gell Vater?


10) Bringe Essig mit: Wenn wir im Meer schwimmen dürfen oder uns hinter einem Motorboot auf einem Brett oder einer aufblasbaren Banane nachziehen lassen, sind Quallenstiche ein ähnlicher Spaßverderber wie Seekrankheit.

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