Moderne Außenborder sind eigentlich ziemlich verlässlich. Mit sauberem Sprit und einem guten Zündfunken gibt es nur wenig, das schief gehen kann, solange man mit dem Propeller nicht am Grund entlang schrammt. Service-Fachleute bestätigen, dass mit den elektronisch kontrollierten emissionsärmeren 4-Takt Außenbordern mit Benzineinspritzung und Zweitaktern mit direkter Benzineinspritzung es nun die Batterien und der Treibstoff sind, die am ehesten Schwierigkeiten machen. Doch diese Tipps sollten Ihnen helfen, ihren Motor für die kommende Saison fit zu halten.

Suzuki, Honda, Mercury, Yamaha. Egal, was drauf steht, mit ein bisschen Pflege und Wartung laufen Außenborder einfach besser.

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1. Warten Sie den Treibstoff: Servicetechniker sagen, dass Benzin manchmal schon innerhalb von 2 Wochen zu oxydieren beginnt. Das heißt, dass Boote, die mehrere Wochen nicht benutzt werden, verschmutzte Vergaser haben können, was sich bei der nächsten Ausfahrt negativ bemerkbar machen kann. Das frischeste Benzin bekommt man an Tankstellen, die viel Betrieb haben. (In Italien gilt das übrigens auch für Kaffee). Ethanol sollte vermieden werden, weil vor allem ältere Maschinen dafür nicht konzipiert wurden. Wenn dies nicht möglich ist, trachten Sie danach, Benzin mit dem kleinstmöglichen Ethanol-Gehalt zu tanken. Wen Sie nicht das gesamte Benzin sofort verfahren, geben Sie einen Stabilisator bei. Sollten Sie das Boot länger als ein paar Wochen unbenutzt stehen lassen, geben sie stabilisierten Treibstoff bei und füllen Sie den Tank voll, um Kondensation zu vermeiden.

2. Filtern Sie den Treibstoff: Auch wenn der Motor seinen eigenen Benzinfilter hat, überlegen sie, einen separaten Filter zwischen Motor und Tank zu installieren. Ganz besonders, wenn Sie Benzin tanken müssen, dem Ethanol beigemischt wurde. Ein austauschbares Filterelement entfernt dabei Wasser und Verunreinigungen aus dem Treibstoff. Dabei verwendet man z.B. 10-Micron-Filter, die auf die Kapazität der Benzinpumpe abgestimmt sein müssen.

3. Verwöhnen Sie Ihre Batterie: Wenn die Batterie bereits mehr als ein paar Saisonen auf dem Buckel hat und sie im Winterlager nicht an ein Ladegerät angeschlossen war, könnte eine neue Batterie fällig sein. Ansonsten sollten Sie die Kabelverbindungen prüfen, um sicher zu stellen, dass diese auch sauber sind und fest sitzen. Die Batterie sollte auch in einer Box montiert und festgezurrt sein, damit sie während der Fahrt gesichert bleibt. Wenn Ihr Boot über einen Batterieschalter verfügt, stelle Sie ihn nach Gebrauch des Bootes ab, um ein unbeabsichtigtes Entladen zu vermeiden. Wenn das Boot länger nicht in Betrieb ist und sie über einen Stromanschluss in der Nähe verfügen, sollte die Batterie an ein Ladegerät angeschlossen bleiben.

4. Prüfen Sie den Propeller: Scharten und Kerben im Propeller verschlechtern die Fahrleistungen und sollten vom Fachmann repariert werden. Ein Propeller mit verbogenem  Flügel muss sofort getauscht werden, denn der macht die Schraube unwuchtig, was zu teuren Defekten führen kann. Bei kleineren Maschinen mit Pinnen- oder Kabelzugsteuerung fühlt man einen verbogenen Propellerflügel als zusätzliche Vibration während der Fahrt, ein bisschen wie ein unwuchtiges Rad am Auto. Hydraulische Steuersysteme auf modernen und größeren Booten kaschieren dieses Problem. Ein unwuchtiger Propeller lässt die Welle flattern, was zu Getriebeschäden führen kann, oder aber zu einem Leck in der Dichtung der Welle, was dem Getriebe und den Lagern ebenfalls nicht gut täte. Man kann das einfach testen, indem man den Motor (mit entferntem Zündunterbrecher) im Leerlauf startet, während sich das Boot am Anhänger oder im Lagerbock befindet. Wenn man dann den Gang einlegt und den Propeller dreht, kann man feststellen, ob er unrund läuft. Vergessen Sie nicht, dass auch eine Grundberührung im Schlamm die Flügel verbiegen kann, ohne dabei Scharten aus den Kanten zu hauen. Im Zweifel, fragen Sie eine Spezialwerkstatt.

5. Schaft und Dichtungen: Ein häufiges Problem sind um den Propeller gewickelte Angelschnüre. Die Leine sammelt sich dabei zwischen dem Propeller und der Schaftdichtung. Dabei kann der Schub des Propellers die Leine in die Dichtung drücken und damit beschädigen. Damit kann Wasser in das Getriebe eindringen und es beschädigen. Das passiert innerhalb weniger Minuten und zieht eine sehr teure Reparatur nach sich. Mit ein wenig Übung kann man den Propeller abziehen und den Schaft auf unerwünschte Angelschnüre inspizieren. Am besten aber ist es, unnütze Angelschnüre erst gar nicht über Bord zu werfen.

Bonus-Tip: Niemals den Motor starten, wenn er nicht im Wasser ist, es sei denn, Sie haben einen Gartenschlauch zur Motorspülung angeschlossen. Ein paar Sekunden Betrieb würde den Gummi-Impeller der Wasserpumpe ruinieren, womit der Motor überhitzt, was zu sehr teuren Problemen und Unannehmlichkeiten führt.

Wenn Sie allfälligen Problemen nachhaltig vorbeugen wollen, empfehlen wir unsere Tipps für die richtige Wartung des Außenborders beim Einwintern.

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