Vernetzte Einzelgeräte wie Kartenplotter, Radar, Autopilot  und Echolot sind heutzutage oft auf dem selben Schirm zusammengefasst, auf dem auch die Daten zur Segel- bzw. Motorleistung abzulesen sind und von dem aus das Unterhaltungssystem an Bord gesteuert werden kann. Kein Zweifel, das ist eine feine Sache, komfortabel und informativ, doch damit alles auch noch in der kommenden Saison nach Wunsch funktioniert, müssen Geräte und Stromnetz für das Winterlager vorbereitet werden.




Bordelektronik, wenn gut geschützt, muss im Regelfall fürs Winterlager nicht ausgebaut werden - es sei denn, es besteht  Diebstahlgefahr. Foto: www.ellisonmarine.com

Bordelektronik, wenn gut geschützt, muss im Regelfall fürs Winterlager nicht ausgebaut werden - es sei denn, es besteht Diebstahlgefahr. Foto: www.ellisonmarine.com


Die gute Nachricht: Was sich auf See als wasserdicht oder -beständig erweist, sollte auch das Winterlager trocken überstehen, solange sich die Temperaturextreme im Rahmen bewegen (ca. -20 Grad, siehe Angaben der Gerätehersteller). Kugelkompasse und Flüssigkeitskristallanzeigen sind in der Regel ebenfalls winterfest, zumindest im gemäßigten Klima Mitteleuropas.




Überraschender Wintereinbruch oder säumiger Eigner?  Solange es nicht extrem kalt wird, sollten wasserdichte Elektronikgeräte dem Wetter standhalten. Foto: www.blogbattery.com

Überraschender Wintereinbruch oder säumiger Eigner? Solange es nicht extrem kalt wird, sollten wasserdichte Elektronikgeräte dem Wetter standhalten. Foto: www.blogbattery.com


Vernetzte Geräte müssen nicht, ja sollten nicht ausgebaut werden, damit die wasserdichten Steckverbindungen intakt und somit gegen Korrosion wirksam bleiben. Wichtig und nützlich dabei ist die Verwendung der Abdeckungen für die Geräte und Bildschirme, die vielleicht im Sommer nicht nach jeder Ausfahrt wieder aufgesetzt werden, jetzt aber wirksamen Schutz gegen Schmutz oder Kratzer bieten. Es ist auch empfehlenswert, Schalter und Sicherungskästen mit einem eigens dafür hergestellten Konservierungsspray zu schützen. Moderne Elektronik sollte von der Konstruktion und Bauweise gegen die in Deutschland zu erwartenden Winterbedingungen technisch gewappnet sein, nicht aber gegen Gelegenheitsdiebe in einem schlecht oder nicht gesicherten Winterlager. Dagegen hilft wirklich nur die Demontage.




Säureheber: Immer noch unerlässlich für das Feststellen der Säuredichte bei älteren Batterien.

Säureheber: Unerlässlich für das Feststellen der Säuredichte bei älteren Batterien.


Ganz anders die Starter- und Hausbatterien, die am Saisonschluss ausgebaut werden sollen, damit sie ordnungsgemäß geprüft und gewartet werden können. Dazu gehört das Messen und Ergänzen des Säurestands und das Testen des Säuredichte mit einem Heber. Beträgt sie weniger als 1,2 kg/l, muss die Batterie geladen werden. Dieser Vorgang sollte in der Winterpause mehrmals wiederholt werden, denn eine unbenutzte Batterie altert schneller als eine, die regelmäßig geladen wird. Ebenfalls ausgebaut werden sollten die Batterien der Handgeräte, wie GPS, UKW-Funk, Taschenlampen etc., sollten diese an Bord überwintern.


 bootsbatterieAnsonsten fühlen sich Batterien an einem kühlen, gut belüfteten und trockenen Lagerplatz am wohlsten. Wärme schadet, weil damit die Selbstentladung gefördert wird. Übrigens: Auch die beliebten weil wartungsfreien und verschlossenen AGM-Batterien sollten genau so wie gewöhnliche Bleisäure-Akkus regelmäßig ans Ladegerät.

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