Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrer Yacht auf der Elbe unterwegs, Ihr schöner Volvo-Diesel fängt an zu stottern und gibt am Ende den Geist auf. Da hilft zunächst die Wasserschutzpolizei und später die Firma Carl Baguhn. Die sind nämlich spezialisiert auf die Reparatur genau dieser Motoren, und wenn es dann ein richtig alter Peugeot Diesel ist, machen die das auch. Im Übrigen wird dort jede Art von Dieselmotor bestens betreut. Carl Baguhn Motoreninstandsetzung gibt es seit 109 Jahren in Hamburg und ist inzwischen mit ihren mobilen Motorenreparatursätzen von Chris-Marine für große Schiffsdiesel weltweit präsent.




Die Techniker von CBH am Werk

Die Techniker von CBH am Werk







"Präzision, Sauberkeit und Zuverlässigkeit", unter dieser Prämisse ist der Firmengründer Carl Baguhn 1905 angetreten und hat in der Reimariusstraße 5 in Hamburg seine "Montage- und Reparatur-Werkstatt für Rohöl-, Diesel- und Bootsmotoren" gegründet. Bis heute ist dieser Slogan ein immer präsenter Bestandteil der Firmenphilosophie und die 100-prozentige Zufriedenheit der Kunden oberstes Ziel in allen Fachgruppen.







Die jahrelange Erfahrung bei der Instandsetzung, Reparatur und dem Verkauf von Marine-Dieselmotor-Komponenten macht die Firma zu einem der anerkanntesten weltweit operierenden Motorenspezialisten. Volvo beauftragte CBH (Carl-Baguhn-Hamburg) mit der Vertretung und dem Service seiner Produkte. GALI, Spezialist für Druckluftanlasser folgte, und  selbst der Außenbordmotorenhersteller Tohatsu bat CBH um die Übernahme seines Services.







Egal welches Motorenproblem gelöst werden muss, vom gewaltigen Schiffdiesel bis hin zum kleinen 2-Takt- oder 4-Taktaußenborder, CBH ist der richtige Ansprechpartner. Kurbelwellen schleifen, Rissprüfungen, Laservermessung, Komponentenüberholung, Motoreninstandsetzung und mobile Reparaturen, alles das sind Bereiche in denen CBH sich einen Namen gemacht hat, ganz abgesehen von einer wirklich individuellen Beratung im Schadensfall.







So wurde z. B. ein 6-Zylinder Volvo Penta aus einer Yacht angeliefert, dem genau das widerfahren ist, was hier eingangs erwähnt wurde. Motorstillstand mitten auf der Elbe. Das Schiff wurde abgeschleppt, der Motor ausgebaut und CBH um Überprüfung und Reparatur gebeten. Schon bei der ersten Analyse wurde klar, hier reichten die Reparaturkosten in die Nähe der Neuanschaffung einer neuen Maschine. Was ist  passiert? Wasser ist in den Motor eingedrungen, hat das Öl nachhaltig verdünnt und letztendlich zu einem kapitalen Kolbenfresser geführt. Wirtschaftlicher Totalschaden, zumal die Maschine auch sonst in einem ziemlich schlechten Wartungszustand ist und damit nur aufwendig zu überholen wäre.







Gerade in diesem Fall fällt die Begutachtung ganz besonders präzise aus, denn man ist bestrebt, dem Kunden ein Maximum an Service zu bieten, unnötige Kosten zu vermeiden und soweit als möglich beschädigte Teile zu reparieren oder auszutauschen. Wer beim Kauf einer Yacht den Passus im Angebot findet "Motor überholt", sollte diesen wirklich genau prüfen. Oft sind da nur die Einspritzdüsen erneuert oder Impeller und Keilriemen gewechselt worden. Es ist unbedingt ratsam, sich hier eine detaillierte Rechnung vorlegen zu lassen.







Bei einer turnusmäßigen Motorenüberholung wird der Motor komplett zerlegt. Lager, Kurbelwelle, Zylinderlaufbuchsen, Zylinderköpfe, Ventile sowie alle Kleinteile werden penibel vermessen und bei Bedarf nachgearbeitet. Erst dann ist von einer Motorenüberholung tatsächlich die Rede. In einem anderen Fall rief der Projekt-Manager einer holländischen Reederei bei CBH an und fragte nach einem Line-Boring-Team. "Das Schiff heißt OOCL BRAVERY, Motorentyp MAN K 9SZ 90/160 B, die Reparatur habe nach MAN-Standard zu erfolgen".







Für jene, die mit solchen Maschinen nicht vertraut sind: Es handelt sich um einen 9-Zylinder-Diesel mit einem Kolbendurchmesser von 900 mm, Hub 1600 mm und einer Länge von rund 17 Metern. MAN-Standard bedeutet, allerhöchste Mess- und Schleifgenauigkeit. Da schluckt selbst der Chef und bittet um Bedenkzeit. Da die Reederei ein guter Kunde ist,  macht man sich Gedanken, ob man diesen Auftrag überhaupt bewältigen kann.







Es war die größte Maschine, die man bis dahin in den Händen hatte. Letztendlich macht sich ein Spezialistenteam für das "fluchtende Feinbohren" auf den Weg und erledigt den Job vor Ort. Das Ungetüm hatte ebenfalls durch Wassereinbruch einen Abriss des Ölfilms. Lager kaputt, Kurbelwelle kaputt und auch sonst ließ der Allgemeinzustand dieses Kraftwerks gewaltig zu wünschen übrig. Wochen später kommt ein Fax der Reederei, in dem man sich für die exzellente Arbeit bedankt. "Besser als das Original" steht da schwarz auf weiß, und ein hörbares Aufatmen läuft durch die CBH-Werkhallen und das Direktorium.







Dieser Auftrag ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Crew von CBH wirklich nichts schrecken kann, und dass man jede Herausforderung mit großer Sorgfalt, routinierter Gelassenheit und hochmotivierten Mitarbeitern bewältigt, deren Ältester in Kürze seine 50-jährige Betriebszugehörigkeit feiern kann. Noch immer versteht sich CBH als Familienunternehmen, und die beiden heutigen Inhaber Karl-Friedrich Buck und Carsten Körbelin führen das Unternehmen in diesem Sinne.


Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von Logo Boote, Europas größtem Motorboot-Magazin.




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