Die beiden neuen Motoren bauen auf dem vor mehr als 10 Jahren eingeführten 2,6-Liter Verado-Sechszylinder-Powerhead auf, wurden aber mit neuen Tuningkomponenten auf ein höheres Leistungsniveau gebracht.




Boston Whaler Outrage 370 mit drei Verado 350

Boston Whaler Outrage 370 mit drei Verado 350


Verado 350 Dieser Motor ist auf das Marktsegment der Offshore-Angelboote zugeschnitten, die mit drei oder gar vier Motoren bestückt werden. Doch die wichtigsten Marktsegmente sind laut Hersteller Ponton-, Mehrzweck- und Konsolenboote mittlerer Größe, die bisher mit zwei 200-PS-Motoren ausgerüstet waren. Der neue 350 bietet 16 Prozent mehr Leistung als das bisherige Spitzenmodell der Verado-Reihe, nicht zuletzt dank des neuen wassergekühlten Kompressors, der für 10 Prozent mehr Schub sorgen soll.


Überarbeitete Nockenwellenprofile, Ventile und Ventilfedern sowie ein neu geformter Zylinderkopf wurden entwickelt, um bei höheren Betriebstemperaturen und mit mehr Zylinderdruck zu arbeiten, wobei der Verado über eine eigene digitale Motorkalibrierung verfügt. Auch die Kühlung wurde überarbeitet, um der leistungsbedingten Entwicklung von Hitze entgegen zu wirken. Beim Tanken begnügt sich der Verado in der Regel mit 89 Oktan, obwohl in manchen Fällen Treibstoff mit höherer Klopffestigkeit zu mehr Leistung führen könnte.




Der 350 ist das neue Topmodell der Verado-Reihe.

Der 350 ist das neue Topmodell der Verado-Reihe.


Der Verado 350 verfügt über ein 5,44-Zoll Getriebegehäuse mit 1,75:1 Übersetzung, das Propellergrößen bis zu 16 Zoll akzeptiert. Für besseres Handling bei hoher Geschwindigkeit ist der Verado 350 standardmäßig mit Stabilisatoren ausgerüstet. Ebenfalls Standard ist das „Idle-Charge-System“, das die Leerlaufdrehzahl elektronisch anhebt, um bei schwacher Batterieladung die Ladestromzufuhr auf neun Ampere anzuheben. Ebenfalls serienmäßig sind SmartCraft DTS und Servolenkung. Eine Joystick-Kontrolle wird allerdings nur optional für Doppel, Dreifach und Vierfach-Anlagen angeboten.


Den Verado 350 gibt’s mit Schaftlänge  von 20, 25 und 30 Zoll (51,8, 63,5 und 76,2 cm). Das Trockengewicht reicht von 303 bis 315 Kilogramm, etwas schwerer als der Verado 300, aber laut Mercury auch mehr als 35 Kilogramm leichter als der 5,3-Liter-V8 Yamaha F350. Der Konsumentenpreis in den USA wurde mit 27.505 Dollar festgelegt (20-Zoll-Modell), wobei Mercury drei Jahre Garantie gewährt. Eine Farbwahl besteht zwischen dem üblichen Mercury-Schwarz und zwei Weißtönen. Mercury gibt an, dass eine Boston Whaler Outrage 370 mit drei Verado 350 bei vergleichbarem Treibstoffverbrauch während der Marschfahrt etwa drei Knoten schneller ist. Leichtere Boote können laut Hersteller bis zu vier Knoten schneller sein.


Verado 400R Mit einer Nennleistung von 294,2 kW (400 PS) ersetzt der 400R den 350 SCi in der Modellreihe der Racing-Maschinen. Dieser Motor verwendet den gleichen wassergekühlten Kompressor und das Kühlsystem wie der 350. Auf Wunsch kann eine Joystick-Kontrolle bestellt werden. Beim Betanken reichen 89 Oktan, doch wer auf Höchstleistung aus ist, der sollte 91 Oktan einfüllen. Speziell auf Höchstleistung ausgelegt sind auch die Zylinderköpfe und Ventilkomponenten. Müssen sie auch, denn die Motorkalibrierung ermöglicht bei Vollgas eine Höchstdrehzahl von bis zu 7000 Umdrehungen pro Minute.




Mercury's stärkster Verado, der 400R

Für Speed gebaut: Der Verado 400R


Für das Getriebe stehen zwei Gehäuse zur Wahl, entweder 5,44-Zoll wie beim Verado 350 oder das sichelförmige Sport Master mit gerader oder gewölbten Skeg. Servolenkung und DTS sind für alle Modelle serienmäßig, wie auch die Stabilisatoren, die am 400R poliert sind.


Trockengewicht und Schaftlängen sind gleich wie beim Verado 350. Für Einzelanlagen bietet Mercury die gewölbte Sport Master Skeg für die 20- und 25-Zoll Schaftlängen, allerdings ohne Joystick-Kontrolle und nur mit rechtsdrehendem Propeller. Für den Verado 400R ruft Mercury in den USA Verkaufspreise von 31.350 bis 36.120 US-Dollar auf. Die Garantie beträgt zwei Jahre. Bei den Farben stehen Schwarz und Weiß zur Wahl. Dazu gibt es blaue Zierstreifen, die vom Eigner selbst angebracht werden müssen. Wer dabei andere Farben vorzieht, wird allerdings extra zur Kasse gebeten.


Preis und Verfügbarkeit für den deutschen Markt waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

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