Allen Unkenrufen zum Trotz: Ich bin keine Frau. Bart, Machismo und die Story, die ich unlängst über Boote als Frauenmagneten schrieb, verraten mich. Doch wir leben in aufgeklärten Zeiten und unter starken, unabhängigen Frauen, deshalb wurde es irgendwie unvermeidlich, eine Folge zu dem Stück zu schreiben, mit Empfehlungen für Damen, die mit Booten Männern die Köpfe verdrehen wollen. Klar, es ist höchst unwahrscheinlich, dass Frauen je so kindisch werden und bei der Liebeswerbung auf derartig banale Taktiken zurück greifen müssen, doch darum geht’s hier nicht. Frauen, die am Steuer eines Bootes – irgend eines Bootes –  in einen Hafen einlaufen, fallen von Haus aus auf. Aber wenn sie eines der folgenden Fahrzeuge befehligen, wird ihre Anziehung geradezu uferlos…


Eine Expeditionsyacht, die  dem Entdecker imponiert
Die Frau am Steuer einer potenten Maschine hat fabelhaftes Sex-Appeal. Und ein Exepeditionsschiff setzt dabei die Maßstäbe.




Strotzend von Blauwasser-Technologie, riesigen Kraftreserven und Ausdauer, werden die Männer keiner Frau am Steuer einer Expeditionsyacht widerstehen können

Strotzend von Blauwasser-Technologie, riesigen Kraftreserven und Ausdauer, werden die Männer keiner Frau am Steuer einer Expeditionsyacht widerstehen können


Stahlrümpfe mit leichten GFK-Decks sind heutzutage selbstverständlich, teils der Robustheit, teils des tiefen Schwerpunktes und der besseren Seegängikeit wegen. Aktive Stabilisatoren, Treibstoffkapazität für Langfahrt und die Beruhigung, dass für jedes wichtige System Redundanz vorhanden ist, gehören heute einfach zur Selbstverständlichkeit. Wenn es Platz und Budget zulassen, reisen auch ein paar zusätzliche Spielzeuge wie ein Offshore-RIB, ein Helikopter oder ein Mini-U-Boot mit. Und selbst dann sind Sie als weiblicher Skipper nicht auf Exzess oder Prahlerei aus, sondern eher auf Action und Abenteuer. Und Männer, die sich nichts aus Ozeanüberquerungen, Polarexpeditionen oder Inselhüpfen in der Karibik machen, sind Ihrer Aufmerksamkeit kaum wert.


Triton Unterseeboot, das den Extremsportler beeindruckt
U-Boote sind supercool, doch keines so sehr wie das Triton




Triton U-Boote können bis zu 11 km tief tauchen und werden mit Supportschiffen ausgeliefert

Triton U-Boote können bis zu 11 km tief tauchen und werden mit Supportschiffen ausgeliefert


Die 2007 gegründete Triton-Werft baut Klein-U-Boote, die von Yachten einsetzbar und mit durchsichtigen Rümpfen ausgestattet sind, damit das Panorama und die Rundumsicht unter Wasser ungestört bleiben. Man produziert eine Vielzahl an Modellen, u.a. ein Zweimann-Boot, das bis 1675 Meter tauchen kann, aber auch ein Full-Ocean-Depth-Modell, das für eine Tiefe von sage und schreibe 11 km zugelassen ist. Sie können auch Varianten für vier, sechs oder acht Passagiere wählen, aber egal, wie Sie sich entscheiden, der Antrieb wird von zwei batteriebetriebenen Strahlrudern besorgt, die per Touchscreen und Joystick kontrolliert werden. Glücklicherweise benötigen Sie dafür kein riesiges Mutterschiff, denn Triton bietet auch eine Reihe von langstreckentauglichen U-Boot-Supportschiffen. Kurzum: Mit dieser Apparaturen in ihrem Arsenal werden Sie sich der Männer kaum erwehren können.


Maxi Dolphin MD51, mit dem Sie Kosmopoliten Eindruck machen
Coole Ware von Maxi Dolphin




Mit einem Boot, das wie die Maxi Dolphin MD51 Exklusivität, Stil und exorbitanten Wohlstand ausstrahlt, kann man bei der Suche nach einem Männermagneten eigentlich nichts falsch machen

Mit einem Boot, das wie die Maxi Dolphin MD51 Exklusivität, Stil und exorbitanten Wohlstand ausstrahlt, kann man bei der Suche nach einem Männermagneten eigentlich nichts falsch machen


Entworfen von Robert Starkel, der von Segelyachten der 1930-Jahre beeindruckt worden sein dürfte, ist die MD 51 die kleinste der High-End-Yachten dieses Herstellers, aber dennoch ausgesprochen modern. Der angegebene Spritverbrauch von „nur” 100 Litern pro Stunde soll bei Marschfahrt für mehr als 500 Meilen gut sein. Das teils der Leichtbau-Konstruktion geschuldet (das Boot wiegt nur 10,5 t), teils den effizienten Linien des Rumpfes und dem bemerkenswert sparsamen Antrieb, in dem Fall zwei 435-PS Volvo Penta IPS 600-Motoren. Maxi Dolphin mag nicht die älteste, am meisten ausgezeichnete oder am tiefsten verehrte italienische Werft sein, aber die Tatsache, dass nur drei Motorboote angeboten werden, macht die Angelegenheit exklusiver und interessanter. Dass das Interieur vom Layout bis zu den Materialien dem Kundenwunsch weitgehend angepasst werden kann, bedeutet, dass Sie ihre Yacht auf jede beliebige Art maßschneidern lassen können. Und das muss auch so sein, denn als Frau von beträchtlichem Wohlstand, Sportsgeist und höchster Raffinesse, treffen Sie ohnehin immer die rechte Wahl.


SACS Strider imponiert einem Weitgereisten
Das SACS-Flaggschiff zeigt, dass man durch Supersizing, mehr Luxus und mit einer verrückten Anzahl von Pferdestärken unter der Haube sogar ein biederes Schlauchboot zu einem Männermagneten umfunktionieren kann




Bei 52 Knoten Spitzengeschwindigkeit bietet das SACS Strider 18 Sonnenliegen und zwei Kabinen unter Deck

Bei 52 Knoten Spitzengeschwindigkeit bietet das SACS Strider 18 Sonnenliegen und zwei Kabinen unter Deck


Für schnelles Offshore-Cruising entworfen, liegt der Fokus der Strider 18 auf dem lederbezogenen Dreimann-Steuerstand mit seitlichen Schiebetüren und zwei großzügig dimensionierten Wohnbereichen. Achtern gibt es einen doppelten Esstisch mit Sitzgelegenheit rundum und eine riesige Sonnenliege mit 10 qm Fläche, während im Bug eine Kombination von Sitzbänken installiert ist, die sowohl nach vorne als auch seitlich ausgerichtet sind. Unter Deck gibt es eine Eignerkajüte und eine Gästekabine für drei sowie eine abgetrennte Dusche und eine Galley. Vakuum-Infusion beim Bau und ein tiefer Schwerpunkt sorgen dafür, dass auch die Fahrleistungen stimmen. Mit 56 Fuß Länge, 17 Fuß Breite, 19 Tonnen Gewicht, Sitzplätzen für 22 Passagiere, fünf Schlafplätzen, Arneson Surface Drives, 52 Knoten Topspeed und einer Menge italienischen Stils, ist die SACS Strider 18 sicherlich ein außergewöhnliches RIB. Wenn dieses Fahrzeug eine Frau nicht in bestem Lichte zeigt, was dann?


Riva Klassiker, von Königskinder bewundert
Es ist so vorhersehbar wie unausweichlich, denn in Wahrheit geht es gar nicht anders




Oft imitiert, aber nie verbessert, spricht ein klassisches Riva Bände über die Werte seines Skippers, egal ob männlich oder weiblich.

Oft imitiert, aber nie verbessert, spricht ein klassisches Riva Bände über die Werte seines Skippers, egal ob männlich oder weiblich.


Ein kleines, offenes und traditionell gebautes Riva mit endlos viel Klarlack auf seinem tadellos gemaserten Holz und blassem Leder im Cockpit wie das hier abgebildete Aquarama Spezial ist so ziemlich das Nonplusultra. Natürlich emulieren viele modernen Werften den Stil, aber dem Original kann keiner das Wasser reichen. Qualität und Sorgfalt, die in diesen Booten stecken, sind ohne gleichen, doch ein klassisches Riva ist weitaus mehr. Es ist nicht nur Boot vom Feinsten, ein schönes Vermächtnis und eine Zeugnis ihres tadellosen Geschmacks, es ist auch ein potentes Cocktail der Implikationen. Es hat etwas von (be)rauschenden Olivenhainen, eleganten, ockerfarbenen Häusern mit geschlossenen Fensterläden, gemächlichen sechsgängigen Mahlzeiten begleitet Karaffen von Barolo unter freiem Himmel und dunkelhaarigen Supermodels vor dem erbaulichen Hintergrund eines italienischen Sees. Wenn Sie ein Riva haben und fahren, sind Sie einfach jemand, den ein Mann kennen lernen muss.

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