Am Samstag Abend versammelte sich das Who-is-Who der internationalen Bootsbranche auf der Messe in Düsseldorf zur Gala-Nacht des Delius-Klasing-Verlags, um der Ehrung der EYOTY-Gewinner beizuwohnen. Nach eingehenden Tests und Inspektionen der 25 gemeldeten Segelyachten in Southampton und La Spezia, kürte die internationale Fachjury die folgenden fünf Klassensieger:

Als Ersatz eingesprungen, und gleich gewonnen: J/70. Foto: YACHT/N.Krauss



Spezial-Yachten – J 70
Als Ersatz für einen ausgefallenen Konkurrenten nachgerückt, konnte die amerikanische J 70 die Jury mit einem fehlerfreien Auftritt bei den Tests überzeugen. Gute Beschleunigung, leicht und präzise zu steuern, mit einfachem, doch praktischem Deckslayout und effektivem Segelplan kann die J 70 erfahrene Regattasegler und Familiencrews gleichermaßen begeistern. Es ist das erste Boot mit Hubkiel aus dem Hause J Boats –  und es wurde gleich ein Volltreffer.

Performance-Cruiser – Dufour 36
Etwas unkonventionell kommt sie daher, die Dufour 36, mit ihrem voluminösem Bug, doch das macht sich durch gute Balance bei Krängung bezahlt. Nie verkehrt: Verblüffende Details wie die Doppeltür zum Vorschiff,  mehr Platz unter Deck und somit auch mehr Komfort vor dem Mast. Wieder ein gelungener Wurf von Hausdesigner Umberto Felci, der anspruchsvolle Fahrtensegler interessieren wird.

Dufour 36


Fahrtenyachten – RM 1260
Knick ist schick, besonders auf einer Sperrholzyacht wie der RM 1260. Anfangs nur als  Außenseiter gehandelt, überzeugte das Boot durch Vielseitigkeit und einer großen Auswahl an Optionen. Das alleine hätte wohl nicht zum Sieg gereicht, wären da nicht auch die einwandfreien Segelleistungen, die dieses Boot beim Schaulaufen an den Tag legte.




RM 1260



Luxusyachten – Italia 13,98
Der italienische Luxuscruiser mit Performance-Genen war nicht zu toppen. Die Werft verpasste diesem Boot entgegen den Konventionen einen schlanken Rumpf und gefällige Proportionen, ohne dabei den Komfort zu kurz kommen zu lassen. Wichtig für Segler: Die Italia fährt ordentlich vorwärts, dank des Segelplans mit großem Groß und der knapp überlappenden Genua, die auf weit innen liegenden Holepunkte geschotet wird. Und muss die mal verkleinert werden, stört die Rollreffeinrichtung die Optik nicht. Denn die wurde elegant versenkt.

Italia 13.98



Multihulls – Outremer 5X
Schick, flott und für kleine Crews einfach zu segeln. So ließen sich die Siegerqualitäten dieses französischen Kats auf den kürzesten Nenner bringen. Der als „Professor” bekannte Hochseeheld und zweifache Vendee-Globe-Sieger Michel Desjoyeaux half dabei entscheidend mit. Erstaunlich: Trotz gewichtssparender Bauweise ist an diesem Boot nichts spartanisch.

Outremer 5 X

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