Amsterdam, Paris, London, Genua und natürlich Düsseldorf sind die Stars im Ensemble der europäischen Bootsmessen, keine Frage. Doch Friedrichshafen hat sich im Laufe der Jahre als Regionalmesse das Recht erworben, auf dieser Bühne mitzuspielen. Auch wenn die Anzahl der Aussteller und der gezeigten Boote nicht ganz an die Topmessen heranreicht, kommt der Interboot dennoch besonderes Interesse zu. Dafür lassen sich gute Gründe ins Treffen führen:




INTERBOOT2014

Bavaria zeigte im Vorjahr sein Einstiegsmodell Easy 9.7. erstmals in Friedrichshafen.



  • Die Nähe zum Wasser und die Möglichkeit, bei spätsommerlicher Wetterlage Boote und Wasserportgerät im Element auszuprobieren.

  • Die zentrale Lage am Nordufer des Bodensees, die diese Messe zu einem Magnet für Wassersportler in Süddeutschland aber auch in Österreich und der Schweiz macht.

  • Die malerisch gelegene Stadt, die heute knapp 60.000 Einwohner zählt und eine stolze Geschichte, speziell im Bereich der Luftfahrt (Zeppelin, Dornier) zurück blickt.

  • Der frühe Termin, der die Interboot zu einer Art Indikator für die Kaufbereitschaft des Publikums erhebt.


INTERBOOT 2014

Vor der Stadtkulisse finden jedes Jahr verschiedene Segelregatten statt


Im Vorjahr passierten etwas mehr als 86,000 Besucher die Drehkreuze, um sich über die Produkte der fast 500 Firmen zu informieren, die in Friedrichshafen ausstellten, davon 130 Boote, die im Interboot-Hafen für Testfahrten bereit standen. Das sind etwa 3000 weniger als im Jahr davor, doch der Großteil der Standbetreiber äußerte sich zufrieden, „dass ein fachlich sehr interessiertes und kaufkräftiges Publikum aus dem weiten Einzugsgebiet der Vierländerregion die Interboot besucht”, wie Projektleiter Dirk Kreidenweiß betonte.




INTERBOOT 2014

Gut besuchte Hallen und Ausstellerstände gehören in Friedrichshafen zum Messealltag


„Das war die beste Messe, die wir bisher hier in Friedrichshafen erlebt haben”, wurde Sea-Ray-Verkausfsleiter Hans Bakke von der Messeleitung zitiert. „Erstmals hatten wir einen Gemeinschaftsstand, auf dem alle Händler gebündelt vertreten waren. Das Publikum war sehr interessiert und … wir haben viele erfolgreiche Gespräche geführt und einige Boote verkauft”. Mit beigetragen hat sicher das spätsommerlichen Wetter und das Rahmenprogramm, das von einer Modeschau über die Wettfahrten der Segelbundesliga die Liquid Quarter Mile Classic für Motorboote vor der Uferpromenade bis zu den Vorführungen des Jetski-Freestyle-Weltmeisters Rok Florjancic vieles bieten konnte, um den verschiedenen Geschmäckern und Interessen gerecht zu werden versuchte.




INTERBOOT 2014

Jetskiakrobat Florjancic in Aktion


Einer der heurigen Veranstaltungsschwerpunkte wird von der ‚Interboot Convention‘ gesetzt, die am 24. und 25. September 2015 stattfindet. Unter dem Thema “Auf dem Wasser tut sich was." wird diskutiert und demonstriert, wie Behinderte den Segelsport ausüben können. Die Veranstaltung wird die Themen "Inklusion und Teilhabe im Zeichen des Wassersports" sowie "Barrierefreiheit, Boote und Assistenzsysteme" behandeln. Darüber hinaus werden Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen rund um die Inklusion im Segelsport vorgestellt. "Das Thema Inklusion bewegt derzeit auch die Wassersport-Branche und wir wollen mit der Convention den Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen fördern", erklärte Kreidenweiß dazu. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden wird es eine Sonderschau geben, die Hilfsmittel und Umbauten am Boot und im Hafen zeigt, mit denen auch Personen mit Beeinträchtigung am Wassersport teilnehmen können.




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Messebesucher werfen einen Blick ins Innere eines Mercury Antriebsaggregats


Viel wird sich auch um das Thema Geschwindigkeit drehen: Eines der schnellsten Boote Deutschlands, die Searex der Class V1, wir zweifellos eines der Highlights der Motorboot-Halle sain. Nicht ganz so flott, wie der 200 km/h schnelle Benzinverarbeiter sind die Segler, doch nicht weniger spektakulär. Es geht um das Foiling, das man von den kleinen filigranen  Moth-Dingis schon seit einigen Jahren kennt, das aber durch den letzten America’s Cup salonfähig wurde und heute auf zahlreichen Katamaranen zum Racing-Alltag gehört. Die Ausstellung rund ums Segeln mit möglichst geringem Wasserwiderstand bietet Boote sowie Informationsmaterial und präsentiert die aktuellen Trends.




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Auch Klassiker sind bei der beliebten Liquid Quarter Mile Classic für Motorboote vor der Uferpromenade am Start


Wer mit Ausdrücken wie „Boardslide”, „Frontflip”, „Nosepress”, „Raley”, „Sideslide” und „Moby Dick” vertraut ist, der wird wohl schon auf einem Wakeboard gestanden haben und dürfte sich für den Wettbewerb "Team up with a Pro” interessieren, bei dem Teilnehmer unter Anleitung der Profis, Dominik Führs, Steffen Vollert und Nico von Lerchenfeld ihr Können und Technik verbessern und darüber hinaus auch eine einwöchige Wakeboard-Reise gewinnen können.




INTERBOOT 2014

Boomsport Standup Paddleboarding: Der Bodensee kann im September durchaus noch Badetemperatur haben.


Nachwuchs-Wassersportler von 12 bis 16 Jahren können bei der Aktion „Ab ins kühle Nass“, ham Samstag, 26. und Sonntag, 27. September  Wassersportarten wie Segeln, Motorbootfahren, Wakeboarding, Tauchen oder Stand-Up Paddling kennen lernen.


Die Interboot ist von Samstag, 19. bis Sonntag, 27. September 2015 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Kostenlose Bus-Shuttles bringen die Besucher vom Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen zur Messe und zurück. Die Tageskarte kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Familienkarte ist für 25 Euro erhältlich. Kinder von sechs und 14 Jahren bezahlen 5 Euro.


Von Donnerstag, 17. bis Sonntag, 20. September findet die Interdive-Messe für Taucher statt. Am Samstag und Sonntag (19. und 20. September) können sowohl Interdive als auch interboot mit einem Kombiticket für 14 Euro besucht werden.


Weitere Informationen auf der Veranstalterseite


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