Das Projekt JK28 startete als private Initiative von Hans-Werner Zachariassen, Regattasegler aus Hamburg (Finn, Drachen). Er wünschte sich einen gut segelnden Jollenkreuzer, mit mehr Komfort als beim 20er und einfacher zu zweit segelbar. Das Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk & Co in Bremerhaven hatte die Pläne für einen eleganten 30er-Jollenkreuzer im Rechner. Die wurden für das Projekt in der Folge auf eine straßentaugliche Breite von 2,55 Metern mit einer Länge von 8,50 Metern angepasst.




JK28. Kurz überlappende Genua, großes Cockpit, angehängtes Ruder

JK28. Kurz überlappende Genua, großes Cockpit, angehängtes Ruder

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Gebaut und ausgebaut wird die JK28 bei Thomas Bergner Bootsbau in Trappenkamp, nördlich von Hamburg. Die Werft ist bekannt für ihre schönen, formverleimten 20er-Jollenkreuzer aus Holz. Die JK28 wird dagegen als GFK-Sandwichkonstruktion aufgelegt (Rumpf und Deck). Zur Aussteifung wird zusätzlich eine Strukturgruppe aus CNC-gefrästen Sperrholzplatten eingeklebt. Das gesparte Gewicht wandert als Bleifüllung in ein profiliertes Ballastschwert aus Kohlefaser. Das 225 Kilogramm schwere und vollständig aufholbare Schwert macht die JK28 kentersicher.




JK28. Das 225 Kilogramm schwere Ballastschwert wird über einen Schotzug aufgeholt. Dafür ist im Bug ein Magic-Wheel eingebaut

JK28. Das 225 Kilogramm schwere Ballastschwert wird über einen Schotzug aufgeholt. Dafür ist im Bug ein Magic-Wheel eingebaut


Das Rigg wurde vom H-Boot übernommen, jedoch um 10 Prozent hochskaliert. Anders als die herkömmlichen Jollenkreuzer verzichtet das Konzept der JK28 auf den Einsatz einer kraftraubenden und weit überlappenden Genua. Stattdessen kommt ein kürzeres, höheres Vorsegel zum Einsatz. Wahlweise machbar ist auch eine Selbstwendefock. Eine Rolleinrichtung für Fock oder Genua ist unter Deck eingebaut. An einem ausziehbaren Bugspriet aus Kohlefaser kann auf Wunsch auch ein Gennaker gefahren werden.




Das Cockpit lässt sich mit einer Kuchenbude komplett schließen

Das Cockpit lässt sich mit einer Kuchenbude komplett schließen


Zum Touren zeigt die JK28 einen einfachen Innenausbau mit vier ausreichend großen Kojen. Dazu gibt es wahlweise als Optionen eine Toilette sowie einen kleinen Pantryblock mit Kocher und Spüle. Das Konzept sieht vor, dass das Interieur nur zum Schlafen dienen soll, aber nicht zum Verweilen. Dafür kann die gesamte Plicht bei Schlechtwetter komplett mit einer Kuchenbude geschlossen werden.


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Mit dem vollständig aufholbaren Ballastschwert und dem angehängten Ruderblatt lässt sich der Tiefgang auf ein Minimum von 20 Zentimetern reduzieren. So kann die JK28 bis direkt ans Ufer gesegelt und über eine Rampe geslippt werden. Das 2,55 Meter breite und nur knapp über eine Tonne schwere Boot ist auf einem entsprechenden Straßentrailer ganz einfach zu transportieren.


Mit im Projektteam sitzt auch der Berliner Andreas Bock. Er wird sich um die Vermarktung der JK28 und um den möglichen Klassenaufbau kümmern. Die Preisliste von Thomas Bergner Bootsbau ist noch nicht definitiv ausgearbeitet. Gemäß Bock könnte die JK28 in einer einfach ausgestatteten Basisversion bereits für einen Preis ab 30 000 Euro brutto auf den Markt kommen.


Zusätzliche Informationen sind auf der Webseite abrufbar.


Technische Daten JK28
KonstrukteurJudel/Vrolijk & Co
CE-EntwurfskategorieC (küstennahe Gewässer)
WerftThomas Bergner, Trappenkamp
Lüa (Rumpflänge)8,50 m
Breite2,55 m
Tiefgang0,20 m–1,77 m (Ballastschwert)
Gewicht1030 kg
Segelfläche am Wind31,4 m2

 

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung der AYacht logo Europas größtem Segelmagazin

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