Selbst der berühmte Paul Elvström segelte Trimarane von Jens Quorning. Doch auf diesen Lorbeeren hat sich der umtriebige Werftchef nicht ausgeruht. Sein neuestes und kleinstes Produkt, (wir berichteten), die Dragonfly 25, fügt sich nahtlos in diese Reihe von Booten ein, die weit über dänischen Grenzen hinaus bekannt sind. Und  in mancher Hinsicht ist das neue Vehikel um einiges radikaler. Dabei gibt es für die sattgelbe Rumpffarbe nur eine logische Interpretation: Achtung, Spaßalarm!




Dragonfly 25: Wavepiercer-Bug und großes Volumen für die Außenrümpfe. Foto: Dieter Loibner/boats.com

Dragonfly 25: Wavepiercer-Bug und großes Volumen für die Außenrümpfe. Foto: Dieter Loibner/boats.com


“Je länger die Außenschwimmer, desto schneller segelt man”, erklärte Quorning bei der Weltpremiere der Dragonfly 25 gegenüber de.boats.com. "20 Knoten und darüber sollten möglich sein". Sie sind nicht nur länger, sondern im Verhältnis auch deutlich voluminöser. Und sie haben einen Wavepiercer-Bug, wie man ihn von den MOD70 Tris kennt. In der Sportversion hat die kleine Dragonfly and den Außenrümpfen auch schräg angehängte Ruder, die im Tiefgang verstellbar sind und bei Grundberührung automatisch hochklappen. Das deshalb, weil Quorning davon überzeugt ist, dass dieses Boot unbeladen auch auf einem Rumpf zu segeln ist. Zumindest in der Sportversion, die einen etwas höheren und drehbaren Kohlefasermast bietet, mehr Segelfläche, Membransegel und eine Seilzuganlage, mit der die beiden Ruder gekoppelt sind.




Nicht viel, aber genug: Innenleben der Dragonfly 25. Foto: YACHT/M. Strauch

Nicht viel, aber genug: Innenleben der Dragonfly 25. Foto: YACHT/M. Strauch


Wie angekündigt ist das Mittelschwert im Hauptrumpf außermittig angeordnet, um den Fahrgästen freien Durchgang zum Vorschiff zu gewähren. Es wird vom Cockpit aus kontrolliert und varriert im Tiefgang zwischen 35 cm und 1,40 m. Wie alle anderen Dragonfly-Trimarane ist auch die 25er durch das Einfahren der Rümpfe faltbar. Die Breite schrumpft so von 5,80 auf 2.30 m, womit das Boot im Hafen deutlich weniger Platz beansprucht und auch legal zu trailern ist, bzw. leicht in einem Transportcontainer Platz findet.




Dragonfly 2: Viel beachtete Premiere des kelinen Gelben in Düsseldorf. Foto: Dieter Loibner/boats.com

Dragonfly 25: Viel beachtete Premiere des kleinen Gelben aus Dänemark. Foto: Dieter Loibner/boats.com


Unter Deck ist der Platz natürlich nicht üppig, doch ausreichend für ein Paar oder eine Kleinfamilie. Einzelkoje im Vorschiff, Chemie-WC darunter. Die Sitzbänke im Salon lassen sich zum Doppelbett umbauen und eine Camping-Pantry mit Waschbecken und Kocher ist beiderseits des Niedergangs installiert.


Beim Preis scheidet sich dann allerdings die Spreu vom Weizen: Die Standardversion mit Segel und Motor ist für 83,000 Euro wohlfeil die Sportversion gibt es für rund 100,000 Euro. Das ist viel Geld für wenig Schiff, doch der Spaß, den man sich von diesem Fahrzeug versprechen kann, ist, wie es so schön heißt, unbezahlbar.

Anzeige