Sunseeker, der englische Werft, deren Luxusyachten u.a. auch in James-Bond-Filmen Verwendung finden, gab die Kürzung von 240 Stellen bekannt. Laut Bericht der BBC, gab die Firma mit Zentrale in Poole an, dass nach Konsultationen mit den Mitarbeitern noch weitere freiwillige Kündigungen folgen könnten, um Zwangsentlassungen zu vermeiden.  Im Oktober war noch die Rede von bis zu 300 Stellen, die nach einer „Strategieprüfung” und zur „Steigerung der Effizienz” eliminiert werden sollten.




Große Yachten werden ab sofort bei Sunseeker mit kleinerer Belegschaft gebaut.

Große Yachten werden ab sofort bei Sunseeker mit kleinerer Belegschaft gebaut.


„Die hochqualifizierten Facharbeiter in unseren Werkstätten haben weiterhin entscheidende Bedeutung für das Geschäft und wie erwartet hat die Umstrukturierung nur minimale Auswirkungen auf unsere Bootsbauaktivitäten.”, hieß es in einer Stellungnahme der Firma, die kürzlich auch  die Positionen des Geschäftsführers und des Finanzchefs neu besetzte.


 Nach der Rezession war Sunseeker mit etwa 11 Millionen Euro Verlust in finanzielle Turbulenzen geschlittert. Doch durch eine von der Investmentfirma FL Partners gesicherten Refinanzierung fand Sunseeker bald wieder ins Fahrwasser und meldete steigende Nachfrage für das Geschäftsjahr 2013. Im Juli desselben Jahres zahlte der chinesische Bauunternehmer Dalian Wanda Group 320 Millionen Pfund (ca. 400 Millionen Euro) für 92 Prozent der Firmenanteile.


Trotz der jüngsten Entlassungen gibt sich das Unternehmen optimistisch: „Die Geschäftsprognosen bleiben positiv und der Aufsichtsrat glaubt, Sunseeker ist der bestmöglichen Verfassung, seine starke Position am Weltmarkt der nautischen Freizeitbranche mit seinem Hauptstandort Poole halten zu können”, wurde aus Firmenkreisen verlautbart. Mit einer Belegschaft von 2100 Mitarbeitern baut Sunseeker in England pro Jahr etwa 50 Yachten zwischen 12 und 47 Meter Länge.

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