"Wild Oats XI", der 30 Meter lange Maxi-Evergreen, der von Reichel/Pugh konstruiert und 2005 vom Stapel gelassen wurde,  holte zum siebten Mal Line Honors beim traditionsreichen Rolex Sydney-Hobart-Race.  Skipper Mark Richards hatte auch wieder zahlreiche hochkompetente Segler an Bord, wie z.B. die America's Cup Veteranen Ian "Fresh" Burns und Robbie Naismith.

Seriensieger "Wild Oats IX"  im Anflug auf Hobart. Foto: Rolex/Daniel Forster

Seriensieger "Wild Oats IX" im Anflug auf Hobart. Foto: Rolex/Daniel Forster



Das Boot, das dem schwerreichen Australier Bob Oatley gehört, hat mittlerweile mehr Anhänge unter dem Rumpf, als ein Schweizer Klappmesser Klingen vorweisen kann. Neben Schwertern, Canard-Ruder vorn, Neigekiel und Spatenruder achtern, wurde dem Boot dieses Mal auch ein Horizontalschwert verpasst, von dem man sich bei mehr Wind mehr Auftrieb verspricht, ähnlich wie von gebogenen Schwertern bei den Multihulls. Wenn es so weitergeht, könnte "Wild Oats IX" vielleicht bald die erste Kielyacht auf Tragflügeln werden.

Das diesjährige Rennen war von den Winden nicht begünstigt. Somit nahm sich die Siegerzeit von 2 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten und 27 Sekunden (Schnitt: 11,6 Knoten) für den 628 Meilen langen Kurs vergleichsweise bescheiden aus gegenüber dem Streckenrekord, den "Wild Oats XI" im Vorjahr auf 1 Tag 18 Stunden und 23 Minuten gedrückt hatte, was einem Schnitt von 14.8 Knoten entsprach.

Der Hamburger Kaufmann Jens Kellinghusen und seine Ker 51 "Varuna", die mit einer aus Profis zusammengesetzten Crew bemannt war, kam nach 2 Tagen und 19 Stunden als 10. ins Ziel, womit sie vorerst die Führung in der IRC Division 1 übernahm.

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