Die rasante Entwicklung von digitaler Kameratechnologie und das Internet führten zu einer Explosion der Anzahl von Bildern. Im Verhältnis ist alles billiger und in mancher Beziehung vielleicht einfacher geworden – auch in der Segelfotografie. Es gibt mehr Fotografen und dadurch zwangsläufig auch mehr gute Fotos. Das heißt aber auch, dass es schwieriger geworden ist, sich von der Masse zu unterscheiden. Dafür braucht es besondere Blickwinkel, besonderes Licht und natürlich: den besonderen Augenblick.




Foto: Mark Lloyd

Foto: Mark Lloyd



In diesem Bild tut der britische Profisegler seinem deutschen Sponsor gerne einen Gefallen: Nachdem er auf seiner IMOCA 60-Yacht Hugo Boss schon mal auf dem Neigekiel stehend fotografiert worden war, begab er sich dieses Jahr in den Masttopp, um von dort ins Wasser zu springen. Bei einer Transatlantik-Überstellung ein paar Wochen später brach dann der Kohlefasermast auf Hugo Boss. Ob das Zufall war? Was professionelle Segelfotografen rund um den Globus im Jahr 2014 zum Thema Regattasport sonst noch abgeliefert haben, zeigt der Wettbewerb Mirabaud Yacht Racing Image 2014. Wir haben aus den über 70 Einsendungen ein Dutzend ausgewählt, die wir gelungen finden. Viel Spaß! Die Yacht Celestial, rauscht beim letzten Sydney Hobart Race  im Morgenlicht des vierten Tages unter stark verkleinerter Segelfläche den Klippen der Insel Hobart entgegen.

Foto: Brett Costello

Foto: Brett Costello


Der Schoner Adventuress bei der Antigua Classic Yacht Regatta 2014. Das Schiff wurde 1924 von William Fife III inSchottland konstruiert und gebaut. Im Laufe ihres 90-jährigen Bestehens hat Adventuress viel erlebt, u.a. auch als Patroullienboot im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Flagge.




Foto:  Cory Silken

Foto: Cory Silken


Wind ist nicht nur für Segelboote wichtig, heute treibt er über riesige Windkraftanlagen auch die Wirtschaft an. Diese Aufnahme entstand im holländischen Medemblik, wo Foilermotten mit der selben Brise kreuzen, die auch die Rotorblätter des riesigen Windgenerators am Ufer im Kreise dreht.




Foto: Martina Orsini

Foto: Martina Orsini



An der Grenze zum Stecker wandelt dieser kleine neuseeländische Katamaran beim Coastal Cup vor Auckland. Der Trimmer hat den Einfall einer Bö verschlafen und muss nun schnellstmöglich den Gennaker fieren, um eine Katastrophe zu vermeiden.

Foto: Lissa Reyden

Foto: Lissa Reyden



In der Nacht ist alles anders. Selbst Tätigkeiten, die am helllichten Tage einfach von der Hand gehen, brauchen bei Dunkelheit deutlich länger. Und sind deshalb oft auch wesentlich riskanter. Doch es gibt auch Augenblicke wie hier auf dem VOR 65 von Abu Dhabi mitten auf dem Atlantik, da kommt der Mond zu Hilfe.

Foto: Matt Knighton

Foto: Matt Knighton



DN-Segler haben es nicht leicht in Zeiten des Klimawandels. Für eine glatte und solide Eisfläche müssen sie oft tausende Kilometer weit reisen. Letzten Winter, auf dem Stausee im tschechischen Lipno, hat sich die Mühe jedenfalls gelohnt.

Foto: Pavlína Soukupová

Foto: Pavlína Soukupová



War es früher nur die Barcolana bei Triest, so versammelt heute auch das Round the Island Race, das um die englische Isle of Wight führt, gut 1500 Yachten. Und wenn dann kein Wind herrscht, wie heuer, sind sie alle Teil eines Stilllebens.

Foto: Rick Tomlinson

Foto: Rick Tomlinson



Und nochmals Neuseeland: In der Bay of Islands wartet die TP52 Georgia auf den Start. Während sich die Crew mit den Vorbereitungen beschäftigt, nützt ein Rudel Delphine die Zeit, um die Segler mit ihren Sprungkünsten ein wenig vom Ernst des Lebens abzulenken.

Foto: Will Claver

Foto: Will Claver



Die modernen 18-Footer, die im Hafen von Sydney, Australien, ihre Regatten abhalten, sind bekannt für hohen Speed und spektakuläre Abflüge. Aber gehobelt wurde in der Klasse auch schon früher, vor den Zeiten des Dreiertrapezes, wie die klassischen Vorfahren beweisen.

Foto: Andrea Francolini

Foto: Andrea Francolini



Wenn Licht und Schatten zur perfekten Bühne für Symmetrie werden, ist eine Kamera meist nicht weit. Diese Luftaufnahme entstand während der Voile St. Tropez im Oktober 2014 und zeigt eine Wally, die rund um die Mittagszeit hoch am Wind kreuzt.

Foto: Charles Manion

Foto: Charles Manion



Und zum Schluss noch ein herrlicher Schuss des Sechsers Hamburg auf der Kieler Förde am zweiten Tag der German Classics letzten August. Wind, Sonne, ein schönes Boot, da kann doch fast nichts mehr schiefgehen, oder? Tja, kommt nur auf den Fotografen an...

Foto: Sören Hese

Foto: Sören Hese

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