Seit “Jaws”, den dramatisierten Kinofilmen über menschenfressende Weiße Haie, ist die Angst vor diesem Spitzenprädator so etwas wie eine Gänsehautgarantie, wenn es doch der Mensch ist, der durch Überfischen etliche Haiarten in ihrer Existenz bedroht.




Hungriger Geselle: Ein großer Weißer Hai mit großem Appetit greift ein Boot voll Wissenschafter an Foto: Lwp Kommunikáció

Hungriger Geselle: Ein großer Weißer Hai mit großem Appetit greift ein Boot voll Wissenschafter an. Foto: Lwp Kommunikáció


Letzten Dezember waren die Karten allerdings etwas anders gemischt, als ein Forscherteam in Südwestaustralien die Strandung von trächtigen Pottwalen vor Ort untersuchen wollte. Angelockt vom Blut im Wasser, näherte sich ein riesiger Weißer Hai dem Alu-Boot der Wissenschafter. “Es war ein Wahnsinn. Die Stimmung war wie elektrisiert”, erklärt Dokumentarfilmer David Riggs, der an Bord war. “Innerhalb von drei oder vier Minuten tauchte ein riesiger Hai auf, der sehr aggressiv war. Er schwamm rund ums Boot mit dem Kopf über Wasser, um uns anzusehen. Es war zum Schaudern”, so Riggs.



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Dann machte der Hai Ernst: Mit Anlauf rammte er das Boot, um es zum Kentern zu bringen. “Er zog drei oder vier Kreise, tauchte bis zum Grund, nur etwa 6 Meter, drehte um und rammte uns mit Volldampf”, schilderte Riggs den Vorfall. “Es war absolut furchterregend, um ehrlich zu sein. Der wollte uns tatsächlich ins Wasser werfen”. Den verängstigten Forschern bleib nichts anderes übrig, als die Ankerleine zu kappen und das Weite zu suchen.


Nicht auszudenken, wie die Sache mit einem Schlauchboot ausgegangen wäre...


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