Bahamas – Weißer Sand, seichtes Wasser 
Die Bahamas gelten als  kniffliges Revier. Ausgenommen die Abacos, die von Inseln und Riffen zum Atlantik hin abgeschirmt, annähernd stressfreies Segeln ermöglichen, ganz nach dem lokalen Lebensmotto: „Don’t worry, be happy!“. Annähernd deshalb, weil sich auch hier der Puls beschleunigen kann, wenn man etwa in die Buchten von Green Turtle Cay oder Little Grand Cay bei Niedrigwasser einlaufen muss. „Baja Mar“ nannten die Spanier das Revier. In den Abacos findet sich nicht nur wenig Wasser unter dem Kiel, es läuft auch starker, oft quer setzender Strom. Landmarken sind rar, ein Plotter ist deshalb nicht nur praktisch, sondern geradezu Pflicht. Nur wer mit wenig Tiefgang unterwegs ist, zum Beispiel mit einem Charterkatamaran, kann auch die äußeren, vom Tourismus noch verschonten Inseln erkunden - und ihrem Charme erliegen.

Seichte Ankerbucht in den Abacos: Am besten geht's mit einem Kat. Foto: Carl Victor

Seichte Ankerbucht in den Abacos: Am besten geht's mit einem Kat. Foto: Carl Victor



Revier Steckbrief:
Basis: Marsh Harbour Schiffe: 37 – 48 Fuß
Preise: € 2.30 – 8.925 Flüge: € 830,- (Marsh Harbour)
Reisedokumente: Reisepass, ev. US-Visum
Währung: 1 € = 1,12 Bahama $
Sprache: English
Klima: Subtropisch
Zeitunterschied: MEZ – 6 h
Gesundheitsrisiko: Gering
Sicherheit: Gut
Beste Zeit: Dezember – Mai, Hurrikans Juni bis November
Tidenhub: 1 m
Kosten Liegeplätze: Keine angefallen
Törndauer: 1 – 2 Wochen
Schwierigkeit: Anspruchsvoll.
Buchung bei: Master Yachting, Moorings, So Long Yachting, Sunsail, Argos Yachtcharter, Dream Yacht Charter

 

Florida – Eine Runde um die Everglades Es muss nicht immer nur Ozean sein: Die zwei Flüsse und fünf Schleusen des Okeechobee Waterway machen es möglich, rund um das Naturschutzgebiet der Everglades in Südflorida zu segeln. An der Ostküste mündet er in den Intracoastal Waterway, ein bei Fahrtenseglern beliebter, weil geschützter Kanal, der sich von Virginia bis in die Florida Keys zieht. Nur ein Schlag führt über die offene See: Der von Key West an die Mündung des Okeechobee Rivers bei Fort Myers. Dort beginnt das Abenteuer, denn im Lake Okeechobee lauern Alligatoren und ein prähistorisches Riff. Im Intracoastal führt die Reise vorbei an West Palm Beach, einer Enklave für die Reichen, und über Fort Lauderdale, („Yachting Capital of the World“), bis zur subtropischen Metropole Miami. Key West, der südlichste Punkt der 48 zusammenhängenden Staaten der USA, steht hingegen für Bohéme. Die lockere Atmosphäre, die zahlreichen Bars und die Inselmentalität machen es leicht, hier zu versacken, wie dunnemals Autor Ernest Hemingway.

Miami, südlichste Metropole der USA und Station auf der Everglades-Runde. Foto: Carl Victor

Miami, südlichste Metropole der USA und Station auf der Everglades-Runde. Foto: Carl Victor



Revier Steckbrief:
Basen: Fort Lauderdale, Miami Beach
Schiffe: 33 – 50 Fuß
Preise: € 2.300 – 8.855 Flüge: € 650,- (Miami)
Reisedokumente: Pass, Visum
Währung: 1 € = 1,13 US$
Sprache: Englisch
Klima: Subtropisch Zeitunterschied: MEZ – 6 h
Gesundheitsrisiko: Minimal
Sicherheit: Mittel
Beste Zeit: Dezember – Mai, Hurrikans Juni bis November
Tidenhub: 0,9 m
Kosten Liegeplätze: US$ 2 – 4 pro Fuß, sehr variabel!
Törndauer: 1 - 2 Wochen
Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Buchung bei: Miami Beach- Master Yachting, Moorings, Argos Yachtcharter Fort Lauderdale - Master Yachting, Dream Yacht Charter, Argos Yachtcharter

 

Kuba – In den Gärten der Königin
Im Golfo de Ana Maria, nicht unähnlich einer groß geratenen Lagune, lockt ein Segelrevier mit dem verführerischen Namen „Jardines de la Reina“ (Gärten der Königin). Die Blumen, die dort blühen, heißen „Cayos“ und hören auf so klingende Namen wie: „Zaza de Fuera“, „Cinco Balas“, Algodón Grande“ oder „Cabezos de la Cana“. Kleine Inseln sind es, die von Riffen, Sandbänken und Mangroven so perfekt beschützt werden, dass oft nur schmale, gewundene Fahrrinnen zu ihren Ankerplätzen führen. Hier darf man sich alles erwarten, nur eines nicht: Trubel! In der kurzen Dämmerung glaubt man, die Einsamkeit greifen zu können, in den Nächten stört kein Laut die Stille. Tagsüber schillert die See in allen Grüntönen und fordert den Skipper, denn Flachs werden hier nicht von den Schattierungen des Wassers verraten. Wer sich nach Zivilisation sehnt, findet diese mit all ihren Verlockungen – eisgekühlte Mojitos, zum Beispiel – in Trinidad, Kubas ältester Stadt, die auch zum Weltkulturerbe zählt. Dazu gehört wohl auch einen Sänger, der begleitet von seiner Gitarre, José Martí’s Ballade von der „Guantánamera“ erzählt. Fast unweigerlich folgen die „Visiones“ des Ché Guevara, deren Schluss, „Hasta siempre, Comandante!“ auch ein würdiges Ende für den Törn wäre.

Noch friedlich und verlassen: Cayo Blanca de Casilda und Castros Kuba. Doch wird sich ändern, wenn US-Geld und Touristen auf die Insel strömen. Foto: Carl Victor

Noch friedlich und verlassen: Cayo Blanca de Casilda und Castros Kuba. Doch wird sich ändern, wenn US-Geld und Touristen auf die Insel strömen. Foto: Carl Victor



Revier Steckbrief:
Basis: Cienfuegos
Schiffe: 38 bis 47 Fuß
Preise: € 2.100 – 6.420 Flug: € 780,- (Havanna)
Reisedokumente: Pass, Visum
Währung: 1€ = 1,12 CUC
Sprache: Spanisch
Klima: Subtropisch
Zeitunterschied: MEZ – 6 h
Gesundheitsrisiko: Mittel bis hoch
Sicherheit: Gut
Beste Zeit: Dezember – Mai, Hurrikanzeit Juni bis November
Tidenhub: 0,4 m
Kosten Liegeplatz: Keine
Törndauer: 2 Wochen
Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Buchung bei: Master Yachting, Dream Yacht Charter, So Long Yachting, Alboran Yacht Charter, Argos Yachtcharter, Platten Sailing Cuba Bisher ebenfalls erschienen:

Teil 1: Baja California
Teil 2: Karibische Variationen
Teil 4: Rio und die Inseln im Atlantik
Teil 5: Seychellen und Thailand
Teil 6: Neuseeland und Tahiti


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