Neuseeland – Segeln in Mittelerde
Manche sind bereit, dem Sommer bis ans Ende der Welt zu folgen. Auf der klimatisch begünstigten Nordinsel, warten zwei Reviere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Zum einen die Bay of Islands, die in keiner Weltumseglerliteratur fehlt. Mit ihren im Meer versinkenden Tälern und grünen Hügeln, könnte sie Tolkiens Fantasien vom Auenland entsprungen sein. Ganz anders der vor Auckland liegende Hauraki Golf.

Im Land der Hobbits: Moturua in der Bay of Islands.. Foto: Carl Victor

Im Land der Hobbits: Moturua in der Bay of Islands. Foto: Carl Victor



Von Great Barrier Island nur unzureichend abgeschirmt, wird dieser „Windtrichter“ seinem Maori-Namen öfter gerecht als manchen Seglern lieb ist. Doch beide Reviere zusammen genommen lohnen die Strapazen der langen Anreise von Europa aus. Besonders wenn man sich die Zeit nimmt, in „Mittelerde“ auch auf den Spuren der „Hobbits“ zu wandeln, bzw. die Metropole Auckland zu erkunden und den Törn mit einem Abstecher auf die landschaftlich atemberaubende Südinsel zu verbinden.

Auckland: City of Sails. America's Cup, Volvo Ocean Race...ein Muss, wenn man schon mal da ist. Foto: Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Auckland: City of Sails. America's Cup, Volvo Ocean Race...ein Muss, wenn man schon mal da ist. Foto: Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race



Revier-Steckbrief
Basis: Opua, Auckland
Schiffe: 41 – 46 Fuß
Preise: € 3.003 – 7.056
Flug: € 1.100,-
Reisedokument: Pass
Währung: 1 € = 1,47 NZ$
Sprache: Englisch
Klima: Gemäßigt
Zeitunterschied: MEZ + 12 h
Gesundheitsrisiko: Gering
Sicherheit: Gut bis mäßig
Beste Zeit: Dezember – März
Tidenhub: 2 – 3 m
Kosten Liegeplätze: Keine angefallen
Törndauer: 2 Wochen
Schwierigkeit: Leicht / Anspruchsvoll
Buchungen bei: Fairwind Charters ( Bay of Islands /Opua), Master Yachting, Charterlink (Hauraki Golf / Auckland)

 

Französisch Polynesien – Zwischen Lagune und Tamuré
Kaum ein Segler, der nicht schon von der Südsee geträumt hat - speziell wenn’s draußen noch kalt und grau ist. Tahiti! Allein schon der Name zerschmilzt auf der Zunge. Die vom markant-bizarren „Tigerzahn” des Otemanu überragte Lagune von Bora Bora gilt als die schönste der Welt und auf den abgelegenen Atollen werden Besucher immer noch mit Südseeliedern und dem erotischen Tamuré willkommen geheißen.

Bora Boara. Zu dieser Lagune muss nicht viel gesagt werden, außer:  Einfach traumhaft! Foto: Carl Victor

Bora Boara. Zu dieser Lagune muss nicht viel gesagt werden, außer:
Einfach traumhaft! Foto: Carl Victor



Manche scheuen sich nicht, diese Reise um die halbe Welt auf eigenem Kiel zu unternehmen, um sich diesen Traum zu verwirklichen. Andere erkaufen sich den Mythos Südsee mit einem Flugticket und einem Charterboot. Egal, zwischen diesen Insel zu segeln, gehört zu den Highlights in jedem Seglerleben, doch nicht alles ist dabei immer paradiesisch. Besonders gewarnt sei vor Zyklonen, die in der Regenzeit zwischen November und März auftreten können. Besonders in sogenannten El Niño-Jahren, in denen sich das Wasser vor der Westküste Südamerikas stärker erwärmt.

Willkommen in Caleta de Sebo!. Ein Klischee, wie's in jedem Buch über diese Inseln steht: Tamure-Tänzerin  mit freundlichem Lächeln. Foto: Carl Victor

Willkommen in Caleta de Sebo!. Ein Klischee, wie's in jedem Buch über diese Inseln steht: Tamure-Tänzerin mit freundlichem Lächeln. Foto: Carl Victor



Revier-Steckbrief
Basis: Raiatea
Schiffe: 39 – 55 Fuß
Preise: € 1.960 – 9.420
Flug: € 2.170,-
Reisedokument: Pass /
Währung: 1€ = 119,- CFP
Sprache: Französisch, (Englisch)
Klima: Tropisch
Zeitunterschied: MEZ – 11 h
Gesundheitsrisiko: Mittel
Sicherheit: Gut
Beste Zeit: März – Juni und Oktober – November
Kosten Liegeplätze: Keine
Törndauer: ab 2 Wochen empfohlen
Schwierigkeit: Anspruchsvoll.
Buchung bei: Master Yachting, Moorings, So Long Yachting, Sunsail, Argos Yachtcharter, Dream Yacht Charter, Tahiti Yachtcharter

Teil 1: Baja California
Teil 2: Karibische Variationen
Teil 3: Bahamas, Everglades und Kuba
Teil 4: Rio und die Inseln im Atlantik
Teil 5: Seychellen und Thailand

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