Evo Yachts ist eine von drei Marken (neben Blue Ice und Blu Marin), die sich hinter dem Kürzel SE (steht für Sea Engineering) verbergen. SE wer? Ja, die Italiener, die sowohl in Neapel als auch am Comersee Niederlassungen betreiben, mögen zwar nicht so bekannt sein wie Riva, Ferretti und Co., doch Boote bauen können sie allemal, wie sie seit 2008 unter Beweis stellen. Ihr neuester Wurf ist die Evo 43, die einen Hauch von klassischen Linien mit einer gehörigen Packung Hightech vereint. Das Gerät ist nicht nur optisch exklusiv, auch vom Preisgefüge her eignet es sich nicht für den Massenmarkt, denn los geht's bei 600,000 Euro.

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Und nichts stört das Auge: Die Evo 43 im Vorwärtsgang.



Schon die Tatsache, dass nützliche, aber oft reichlich auffällige, ja bisweilen fast hässliche Beschläge wie Klampen, Anker, Fenderhalterungen oder Cockpittisch mithilfe von Elektrik und Hydraulik bei Nichtgebrauch diskret verschwinden, sorgt für eine klare und saubere äußere Linie. Genauso wie das geschwungene Teak-Armaturenbrett vor Skippers Nasefür Ordnung sorgt. Teak ist auch das Thema rund um die beige belederten Sitzgelegenheiten, die sich individuell an den jeweiligen Gebrauch anpassen lassen, während die Spielzeug-Galley ebenfalls vom Sichtfeld verschwindet, wenn mal nicht gemixt oder gebraten wird.

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Auf Knopfdruck größer: Bordwände werden ausgefahren und die altmodische Badeleiter ist nun eine High-Tech-Gangway, die sowohl hinunter ins Wasser, als auch hinauf auf den Steiger führt.



Trotz aller Technik vorne und der modernen Behausung in zwei Kabinen unter Deck, die Party-Zentrale befindet sich auch auf diesem Schlitten am Heck. Dort lässt sich nämlich die Decksfläche mit den sogenannten „XTensions" per Knopfdruck und im Handumdrehen auf 6,30 Meter verbreitern. Fast so als würde man das Schlafgemach in einem amerikanischen Wohnmobil auf Palastmaße vergrößern. Auf der Evo beschert dieser Trick den Gästen ein um 40 Prozent größeres Areal von insgesamt 25 Quadratmetern, nicht schlecht für ein 13-Meter-Schiff.

Doch damit sind die Spielereien noch nicht ausgereizt, denn auf Wunsch gibt es auch den „Transformer", eine modulare und pneumatisch betriebene Plattform, die in die Sonnenliege integriert ist und sich je nach Bedarf  entweder in eine Badeleiter oder eine Gangway verwandelt, damit das Anbordkommen auch wirklich keine allzu große Mühe macht. Die Werft fasst diese Tricks unter dem Motto „Greifbare Innovation" zusammen, denn sowohl „XTensions" als auch „Transformer", werden selbstverständlich vom Tablett aus bedient. Und wer es nicht glauben mag, dem sei das folgende Video zur Urteilsbildung empfohlen.

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Technische Daten Evo 43
Lüa: 13.04 m
Breite (std./max): 4.52 m/6.31 m
Verdr. (leicht): 11,3 t
Motorisierung: 2 x Volvo Penta IPS 600
Treibst.: 1.000 l
Wasser: 400 l
Max Zul.: 12 Personen
CE-Kategorie: A
Kajüten/Nassraum: 2/1
Preis: 600,000 Euro

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Geschrieben von: Alex Smith
Alex Smith is an ex-Naval officer, with extensive experience as a marine journalist, boat tester and magazine editor. Having raced as a Pilot in the National Thundercat Series and as a Navigator in the inaugural Red Sea RIB Rally, he has now settled in the West Country, where he lives and works as a specialist marine writer and photographer from his narrowboat in Bath.
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