Sie wird als neues Modell bezeichnet, doch eigentlich handelt es sich bei der Jeanneau Sun Odyssey um eine Überarbeitung des bereits 2011 vorgestellten 379. Der Rumpf ist der alte, doch es gibt einige Verbesserungen, die von den später vorgestellten größeren Modellen kommen und nun im Zuge des Facelifts ihren Weg auf diese Yacht fanden.

so389_exterieur

Die überarbeitete Jeanneau Sun Odyssey 379 heißt nun 389 und wurde in etlichen Details verbessert.



Die Heckklappe, die auch gleichzeitig Badeplattform ist, nimmt nun die gesamte Breite ein, ohne dass dadurch der nützliche Stauraum im Bereich der beiden Sitze hinter den Steuerrädern verloren gegangen wäre. Am anderen Ende, nämlich vorne, gibt es nun einen fest angebauten Bugspriet, der nicht nur für das Setzen eines Raumschotsegels praktisch ist, sondern auch als Halterung für den Anker dient.

Gut für ältere Semester oder Segler, die sich mit dem Stufensteigen schwer tun: Das Brückendeck fällt nun niedriger aus, womit der Zugang zum Wohnbereich unter Deck deutlich leichter fällt, weil weniger Stufen nötig sind und diese noch dazu einen flacheren Winkel aufweisen. Das Niedergangsluk wird nun von zwei fest angebauten Türen statt von Steckschotten geschlossen. Das hat zwei unschätzbare Vorteile: Man spart sich das lästige Stauen der losen Bretter und man kann den Niedergang bei Schwerwetter besser gegen eindringendes Nass sichern.

Die gut sortierte Pantry ist L-förmig und deshalb auch unterwegs gut benutzbar.

Die gut sortierte Pantry ist L-förmig und deshalb auch unterwegs benutzbar.



Innen bleibt das Ambiente weiterhin hell und luftig, wobei es Jeanneau bei dem Layout mit zwei oder drei Kajüten beließ, beide jeweils mit einem Bad mit getrennter Dusche. Der Kunde kann sich nun allerdings über eine größere Auswahl bei den Furnieren freuen, die von den neueren und größeren Modellen übernommen wurde.

Es sollte auch angemerkt werden, dass die Sun Odyssey 389 mit 10,98 Metern Länge ein wenig kürzer ist, als man es von der Modell-Bezeichnung her vermuten möchte. Dennoch fühlt sich das Boot durch seine Breite und die effektive Nutzung des vorhandenen Raumangebots für ein 36-Fuß-Schiff ziemlich groß an. Der Salon ist kommod, die L-förmige Kombüse an Steuerbord gut ausgestattet und der Navigator kann auf einem separaten Kartentisch an Backbord arbeiten.

Sitzbank mit Navi (l.) im Salon.

Sitzbank mit Navi (l.) im Salon.



Obschon es kein neues Design ist, wirkt die Rumpfform der Jeanneau Sun Odyssey 389 mit ihren deutlich ausgeprägten Kimmkanten im Achterschiff immer noch zeitgemäß. Bei drei Lateralplänen, inklusive einer Version mit aufholbarem Kiel, können die Käufer die Idealkonfiguration für ihr bevorzugtes Revier wählen und dabei auf verschiedene Segelpläne zurückgreifen: entweder mit Selbstwendefock für leichte Handhabung oder mit überlappenden Vorsegel wie im Performance-Paket vorgesehen.

Mit Hubkiel kann die Sun Odyssey 389 auch am Strand parken.

Mit Hubkiel kann die Sun Odyssey 389 auch am Strand parken.



Spezifikationen Jeanneau Sun Odyssey 389
Lüa: 11,75 m
Breite: 3,76 m
Verdr.: 6,7 t
Tiefg. (Std.): 1.95 m
Segelfl. am Wind: 35 qm
Treibst.: 130 l
Wasser: 200 l
Motor: 29 PS
CE Kategorie: A8 / B9
Preis: 141.610 Euro (inkl. 19 MwSt.)

Das Layout mit einer großen Achterkajüte Kajüten und einer Nasszelle.

Das Layout mit einer großen Achterkajüte Kajüten und einer Nasszelle.

Geschrieben von: Rupert Holmes
Rupert Holmes has more than 70,000 miles of offshore cruising and racing experience, in waters ranging from the North Sea to the Southern Ocean and Cape Horn. He writes about all aspects of boat ownership and marine travel, including destinations, seamanship and maintenance, as well as undertaking regular new boat and gear tests. He currently sails around 5,000 miles per year and in the past couple of seasons has cruised from the UK to the Azores, as well as winning his class in the 2014 two-handed Round Britain and Ireland Race. He also owns two yachts, one based in the Mediterranean and the other in the UK.
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