Die Giebelstädter ließen sich mit dem neuen Open 46 auf keine Experimente ein und folgen der Richtung, die mit dem Nautitech 40 Open bereits vorgegeben wurde: Auch der neue Kat bietet mehr Lebensraum im überdachten Cockpit. Möglich gemacht wird dies  durch das Verschieben des Schotts nach vorne, doch dieser Schritt geht zulasten des Salons, der damit zwangsläufig kleiner gerät als auf herkömmlichen Fahrtenkats dieser Größe üblich. Wie beim Open 40 gibt es allerdings auch für das neue Modell die Möglichkeit, das Cockpit bei Bedarf durch ausrollbare Klarsichtfolien seitlich abzuschließen.

Vom selben Schlag: Der neue Nautitech 46 Open setzt  die Idee des offenen Lebensraums im Cockpit in größerer Dimension um. Foto: YACHT/M. Amme

Vom selben Schlag: Der neue Nautitech 46 Open setzt die Idee des offenen Lebensraums im Cockpit in größerer Dimension um. Die Selbstwendefock ist aufgerollt, dafür zieht ein Code Zero Foto: YACHT/M. Amme



In dieser Anordnung rückt die Pantry im Salon nach vorn und ist nun an Backbord der Stützung des Mastes angeordnet. Dies ist auf den ersten Blick etwas ungewohnt, bringt aber den Vorteil der sicheren Nutzbarkeit unterwegs bei Seegang, weil der Smutt sich gut abstützten bzw. festhalten kann.
Auch das Styling, das vom bekannten französischen Yachtkonstrukteur Marc Lombard stammt, lehnt sich an den Open 40 an: Lotrechte Bugform mit leichtem Wavepiercing-Charakter, Chines über die gesamte Rumpflänge, die die Trennung markieren, die auf modernen Fahrtenkats zwischen dem schmaleren Unterwasserschiff und dem breiteren Wohnbereich gezogen wird. Anders als die meisten Mitbewerber verzichteten Bavaria und Nautitech auf die traditionelle Anordnung des Steuerstands am Achterschott des Deckshauses, womit das Boot sportlicher und aufgeräumter wirkt.

Neue Ordnung: Die Pantry befindet sich im Salon vorne an Backbord, die Sitzgruppe gleich daneben und alles rückt zusammen, Foto: YACHT/M.Amme

Neue Ordnung: Die Pantry befindet sich im Salon vorne an Backbord, die Sitzgruppe gleich daneben und alles rückt zusammen, Foto: YACHT/M.Amme



Stattdessen findet der Rudergänger zwei Steuerstände auf Decksebene vor, die ihn näher ans Wasser bringen, dabei die Kommunikation mit den Mitseglern erleichtern und das Boot wohl auch feinfühliger steuern lassen. Doch dieses Arrangement bedingt, dass es keine direkte Sicht auf den diametral gegenüberliegenden Bug gibt. Wer gerne höher sitzt, soll die Open 46 auf Wunsch auch mit einer Flybridge ordern können. Bei der Besegelung ist die Selbstwendefock erwähnenswert, die die Handhabung erleichtert, jedoch raumschots und vor dem Wind mit einem Gennaker, bzw. Code Zero ergänzt werden kann, was den Segelspaß weiter erhöht.

Unten lenken: Die beiden Steuerstände befinden sich ind erStandardversion auf Decksebene weit achtern und außen. Foto: YACHT/M.Amme

Unten lenken: Die beiden Steuerstände befinden sich ind erStandardversion auf Decksebene weit achtern und außen. Foto: YACHT/M.Amme



Innen herrscht dank der hellen Furniere eine freundliche Atmosphäre, für die der bekannten französischen Designer Stéphane Roséo verantwortlich zeichnet. Die Yacht wird, wie in diesem Genre üblich, mit drei oder vier Kabinen angeboten, wobei die erstere Version eine Eignersuite an Steuerbord aufweist, inklusive Schlafzimmer, Büro und Bad. Charterer werden sich dagegen für die Version mit vier Kajüten entscheiden, die alle über Doppelkojen und integrierte Nassräume verfügen.

Spezifikationen Bavaria Open 46
LüA:13,71 m
LWL: 13,79 m
Breite: 7,54 m
Tiefg.: 1,45 m
Verdr.: 10,8 t
Großsegel: 74 m2
Selbstwendefock: 38 m2
Motorisierung: 2 x 40 PS Volvo Penta Saildrive
Treibst.: 2 x 300 l
Wasser: 2 x 300 l
Kajüten: 3 oder 4
Bad/WC: 3 oder 4
Schlafplätze: 6 bis 12
Design: Marc Lombard/Stéphane Roséo

Zur Werftseite

 

Zu unseren aktuellen Listings von Bavarias Nautitech-Katamaranen

Anzeige