Man weiß es ja aus eigener leidvoller Erfahrung: Alles war mal neu und aufregend, doch im Lauf der Zeit und durch oftmalige Wiederholung wurde es zur Routine degradiert, die man gern und lange vor sich her schiebt. Und dann verblasst auch die Begeisterung, die man aber so wie den Glanz des Gelcoats jährlich aufpolieren kann. Unser Autorin Carol Cronin hat dazu fünf Tipps zusammen getragen, die auch Ihnen die Routinearbeiten wieder schmackhaft machen können:




Wenn Staub, dann nur mit Maske. Achten Sie auf korrekte Schutzkleidung. Foto: boats.com/Dieter Loibner

Wenn Staub, dann nur mit Maske. Achten Sie auf korrekte Schutzkleidung. Foto: boats.com/Dieter Loibner

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1) Legen sie Listen an. Das hilft, auch wenn’s draußen noch stürmt und schneit, besonders als Einstimmung auf laue Sommerabende am Wasser. Schreiben Sie einfach auf, was es vor dem Einwassern so zu tun gibt. Große Jobs und kleinere Arbeiten, die man zwischendurch einschieben kann, um sich von einem größeren Projekt zu erholen oder sich auf ein solches geistig vorzubereiten, sich quasi „warm zu arbeiten”. Nichts ist deprimierender als immer dieselbe Aufgabe oben auf der Liste stehen zu haben und nichts ist erhebender, als ein Häkchen davor zu setzen, das nicht anderes bedeutet als: Erledigt.


2) Langsam! Kommen Sie nicht in Versuchung, alles auf einmal oder innerhalb einer Woche schaffen zu müssen. Für viele sind zwei, drei Stunden pro Tag für solche Arbeiten leichter verdaulich, als von früh bis spät zu malochen. Legen sie den Krantermin so, dass sie ein paar Tage Reserve haben. Geben Sie sich also das Geschenk der Zeit.




Das Beste zum Schluss: Zen oder die Kunst des Polierens. Foto: boats.com/Dieter Loibner

Das Beste zum Schluss: Zen oder die Kunst des Polierens. Foto: boats.com/Dieter Loibner


3) Lassen Sie sich helfen. Nun gut: Für so manchen ist das Frickeln und Fummeln ja nicht nur Arbeit sondern auch eine Art Meditation, bei der man mit sich und seinen Gedanken gut allein sein kann. Doch manchmal tut Gesellschaft gut und vor allem langweilige Arbeiten wie etwa das Anschleifen des Unterwasserschiffs oder das Aufpolieren der Rumpfoberfläche gehen dabei leichter und zügiger von der Hand. Und wer weiß, vielleicht kommt Ihr Gehilfe ja auch irgendwann auf den Geschmack und wird Bootseigner. Dann können sie sich ja mal revanchieren.


4) Lassen Sie die Kids ran. Junge Bootsfreunde werden nicht geboren, sie lernen die Tricks von ihren Eltern. Es ist auch ein probates Mittel die dauernde Ablenkung durch Unterhaltungselektronik und sotiale Netzwerke zu unterbrechen, um Kindern spezifische Aufgaben und Verantwortungen zu übertragen. Learning by doing, heißt es im Englischen so schön und das kann ausgesprochen viel Spaß machen. Wichtig dabei: Geduld und Behutsamkeit seitens des Instruktors.




Gemeinsam besser: Lange Arbeiten  gehen gemeinsam besser von der Hand. Foto: boats.com/Dieter Loibner

Gemeinsam besser: Lange Arbeiten gehen zu zweit besser von der Hand. Foto: boats.com/Dieter Loibner


5) Machen Sie Pause. Einer der größten Vorteile der Unterteilung größerer Arbeiten in kleinere Jobs ist die Gelegenheit, sich zwischendurch ein paar Minuten Zeit zum Verchnaufen zu gönnen und sich ein wenig umzublicken. Setzen Sie sich an ihren Lieblingsplatz im Cockpit oder an Deck und schon sind sie im Geiste auf Kurzurlaub. Die Fantasie trägt Sie dabei auf ihre Trauminsel mit glasklarem Wasser und den perfekten Stränden. Und das sollte auch die Motivation sein, zur Arbeit zurück zu kehren: Um dort auch tatsächlich hinzufahren.


Und noch etwas: Vergessen Sie nicht, eine kräftige Brotzeit mitzubringen und nehmen Sie zwischendurch immer wieder einen Schluck aus der Wasserflasche. Damit bleiben Sie leistungsfähig und vermeiden es, beim Anstellen an der Frittenbude unnötig Zeit zu verschwenden, in der Sie gemütlich und in aller Ruhe an Bord essen könnten.

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