Motorleistung verbessern durch Verstellen der Außenborderhöhe
Oft lässt sich die Leistung eines Bootes verbessern, indem man die Höhe des Außenborders ändert. Finden Sie heraus, wie.
Steigern Sie die Leistung Ihres Bootes, indem Sie die Position des Außenbordmotors ändern.
David Greenwood, Produktplanungsmanager bei Suzuki Marine, weist darauf hin, dass bei den meisten neuen Booten die Außenbordmotoren zu tief montiert sind.
Um die Geschwindigkeit eines mit einem Außenbordmotor angetriebenen Bootes zu optimalisieren, ist es wichtig, darauf zu achten, auf welcher Höhe der Außenbordmotor angebracht ist. Außenborder werden oft niedriger als nötig montiert. Weil die Hersteller nicht mit Sicherheit sagen können, wie ein Boot nach dem Verkauf beladen, gestützt und genutzt wird, lassen sie Vorsicht walten und bringen den Motor eher zu tief als zu hoch an, weil er sonst Schaden nehmen könnte.

Bestimmen Sie die optimale Höhe Ihres Außenborders
Am besten bestimmen Sie die optimale Höhe des Motors mit einem Zollstock oder einer Richtlatte, die entlang des Kiels zum Außenbordmotor gelegt wird. Die Antikavitationsplatte sollte an der Messlatte ausgerichtet sein, wenn der Motor getrimmt ist, so dass die Antriebswelle parallel zum Kiel ist.
Die ideale Montagehöhe hängt von der Schaftlänge des Außenbordmotors ab. Diese entspricht der Höhe des Heckspiegels des Bootes, gemessen vom Kiel bis zur Spiegelkante am Heck. Die meisten Außenborder verfügen über eine Halterung, die eine Höhenverstellung über die Standardposition hinaus ermöglicht. Die Halterung hat in der Regel vier bis sechs Stufen im Abstand von 0,75 Zoll (1,91 cm), was eine Feinabstimmung der Montagehöhe ermöglicht.

Ändern der Propellersteigung
In bestimmten Fällen kann das Anheben des Außenbordmotors über die Standardposition, bei der die Antikavitationsplatte höher als der Bootsboden liegt, die Leistung des Bootes verbessern. Wenn Sie den Motor höher montieren, verringert sich der Wasserwiderstand im unteren Teil des Bootes und die Höchstgeschwindigkeit wird erhöht. Diese Verringerung des Widerstands macht sich bei schnelleren Booten allerdings stärker bemerkbar, da der Widerstand mit der Geschwindigkeit exponentiell zunimmt. Greenwood schlägt eine auf dem Trimm basierende Faustregel vor.
Wenn der Motor bei der ersten Fahrt des Bootes bis an seine Grenze getrimmt werden kann, ohne dass der Propeller Luft zieht, wird empfohlen, den Motor um mindestens eine Stufe der Klemmhalterung zu erhöhen. Ziel ist es, dass der Motor hoch genug positioniert ist, um den Propeller zu belüften, wenn er maximal getrimmt ist. Durch eine Anhebung des Motors um eine Stufe (0,75 Zoll/1,91 cm) lässt sich eine höhere Drehzahl unter Volllast erreichen und somit höhere Leistung.
Das Anheben des Motors kann auch eine Anpassung der Propellersteigung ermöglichen, so dass Sie bei gleicher Drehzahl eine höhere Geschwindigkeit erreichen können. Zum Beispiel kann man eine gewünschte Drehzahl von 6000 erreichen, wenn die aktuelle Drehzahl 5700 beträgt: das ist eine Meile pro Stunde (1,61 km/h) mehr in Höchstgeschwindigkeit.
Mögliche Nachteile
Den Motor höher zu montieren hat allerdings auch einige Nachteile. Wenn der Propeller näher an der Wasseroberfläche liegt, ist er anfälliger für Ventilation und Durchrutschen beim Beschleunigen, was das Gleiten des Bootes erschwert. Außerdem kann die Effektivität der Trimmklappe über dem Propeller abnehmen, was das Steuern bei hohen Geschwindigkeiten erschwert. Andererseits kann eine zu niedrige Montage des Motors dazu führen, dass bei Gleitfahrt die Antikavitationsplatte im Wasser schleift, was zu übermäßiger Gischt um den Motor und den Heckspiegel führt. Bei Arbeitsbooten mit niedriger Geschwindigkeit und schwerer Last kann es von Vorteil sein, den Motor tief zu montieren, so dass die Schraube tief im Wasser liegt.
Bei der Bestimmung der optimalen Motorhöhe auf dem Heckspiegel sind noch mehrere andere Dinge zu berücksichtigen. Ein entscheidender Faktor ist der Abstand zwischen dem Propeller und dem Boden des Bootes. Da das Wasser unter dem Boot ansteigt, kann der Motor eventuell höher montiert werden, wenn der Propeller weiter vom Heckspiegel entfernt ist.

Unterschiedliche Propellerpositionen
Verschiedene Außenbordmodelle haben unterschiedliche Propellerpositionen in Bezug auf den Heckspiegel. Bei einem Mercury Verado beispielsweise liegt der Propeller etwa fünfzehn Zentimeter weiter hinten als bei einem Mercury OptiMax Außenborder.
Als allgemeine Regel empfehlen Bootsmechaniker, dass der Motor pro 20-25 Zentimeter Abstand zwischen Heckspiegel und Propeller um einen Zoll erhöht werden kann. Je weiter hinten der Propeller sitzt, desto sauberer und effizienter arbeitet er im Wasser. Aus diesem Grund verwenden Sportbootfahrer häufig eine Absenkvorrichtung zwischen dem Heckspiegel und der Motorhalterung. Auch der Durchmesser des Propellers kann sich auf die ideale Motoranbauhöhe auswirken.
Hier finden Sie die Motorboote, die aktuell zum Verkauf stehen.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde von Charles Plueddeman, dem Experten für Außenbordmotoren, Anhänger und PWC bei boats.com, geschrieben und erstmals im Juni 2015 auf boats.com veröffentlicht. Er wurde zuletzt im Juli 2023 aktualisiert und übersetzt.